Donnerstag, 23. März 2017, 19:04 Uhr

Woody-Allen-Sohn Ronan Farrow: Trumps Angriffe haben was Gutes

Immer wieder greift US-Präsident Donald Trump die Medien an. Das aber hat auch positive Auswirkungen, findet TV-Reporter Ronan Farrow.

Woody-Allen-Sohn Ronan Farrow: Trumps Angriffe haben was Gutes
Ronan Farrow mit Günther Jauch im Hotel de Rome in Berlin. Foto: AEDT/WENN.com

Der amerikanische TV-Reporter Ronan Farrow (29) kann den Anfeindungen von US-Präsident Donald Trump gegen die Presse auch positive Seiten abgewinnen. „Eine junge Generation von Journalisten ist gerade dabei, über soziale Medien und Blogs einen aggressiveren Ton anzuschlagen„, sagte Farrow in Berlin. „Junge Reporter haben eine gewisse Ehrfurcht abgelegt, die lange bei traditionellen Medien herrschte“, so der ehemaliger Berater der US-Regierung und Sohn von Mia Farrow und Woody Allen. „Nur mit Zähigkeit, Akribie und der Besinnung auf unsere Aufgaben können wir etwas gegen die Stimmung unternehmen, die gerade in meinem Land gegen Medien geschürt wird“.

„Wir werden zu Unrecht als Prügelknaben missbraucht. Das Publikum ist aber schlau genug, dieses Spiel zu durchschauen und zu wissen, dass wir keine Fake News produzieren“, sagte Farrow am Mittwochabend vor der Verleihung des vom Tabakkonzern Reemtsma gestifteten und mit 15 000 Euro dotierten „Liberty Award“ an den „Spiegel“-Journalisten Claas Relotius.

Farrow gilt als einer der profiliertesten jüngeren Journalisten der USA. Nach Jura-Studium und einer Blitzkarriere als Berater des früheren Präsidenten Barack Obama und Außenministerin Hilary Clinton hat sich Farrow beim TV-Sender NBC einen Namen als Investigativreporter gemacht. (dpa/KT)