Montag, 27. März 2017, 20:17 Uhr

"Rotten Tomatoes" schadet der Filmindustrie?

Brett Ratner hat sich ‚Rotten Tomatoes‘ vorgeknöpft. Der berühmte Regisseur beschwerte sich über die Website, die aus verschiedenen Filmkritiken im Netz einen Durchschnittswert kalkuliert, der die Filme als „fresh“ oder „rotten“ einstuft.

"Rotten Tomatoes" schadet der Filmindustrie?
Foto: JLN Photography/WENN.com

Diese Form der Bewertung ist für den Filmemacher eine Katastrophe. Laut ‚Entertainment Weekly‘ erklärte der ‚Rush Hour‘-Regisseur: „Das Schlimmste, was wir in der heutigen Filmkultur haben, ist Rotten Tomatoes. Ich glaube, die Seite ist die Zerstörung unseres Geschäfts.“ Ratner sei mit der Kunst der Filmkritik aufgewachsen, mittlerweile gehe es nur noch um Zahlen, die sich auf Kinogänger auswirken. Als Beispiel nannte er ‚Batman V Superman: Dawn Of Justice‚. „Es ist verrückt, es schadet dem Geschäft und es sorgt dafür, dass Menschen nicht in einen Film gehen“, fuhr Ratner fort.

„In Mittelamerika sagen sich die Leute, ‚Oh, ein niedriges Ergebnis bei Rotten Tomatoes, also werde ich den Film nicht sehen, denn er muss schlecht sein‘, aber diese Zahl ist nur eine Anhäufung und keiner weiß, was sie wirklich bedeutet und sie ist nicht immer korrekt. Ich habe einige tolle Filme mit schlechtem Ergebnis gesehen. Wirklich traurig ist auch, dass die Filmkritik dadurch verschwindet. Es ist wirklich traurig.

Die Seite selbst verteidigte sich, so schrieb Jeff Voris, Verantwortlicher von ‚Rotten Tomatoes‘: „Das Tomatometer-Ergebnis […] ist zu einem nützlichen Werkzeug bei der Entscheidungsfindung geworden und wir glauben, dass dies nur der Anfang für Fans ist, eine eigene Diskussion anzufangen.“