Samstag, 01. April 2017, 18:10 Uhr

Comeback: Tina Turner spielt sich in Musical selbst

Die Fans rieben sich die Augen heute Morgen: Rock’n’-Soul-Göttin Tina Turner wagt ein Comeback! Sie wird am Londoner West End eine Rolle in einem Musical über ihr Leben übernehmen, hieß es. Parallel dazu wird es nach 18 Jahren Studio-Abstinenz auch ein neues Album geben.

Comeback: Tina Turner spielt sich in Musical selbst
Foto: star.press/WENN.com

Und es wird noch schöner: Turners Göttergatte Erwin Bach werde erstmals selbst ins Rampenlicht der Öffentlichkeit treten und ebenfalls bei dem vierstündigen Bühnenstück auftreten. Ein Fan-Blog zitiert: „Ich fühle mich geehrt und bin überrascht, dass Erwin zugestimmt hat, wir werden eine tolle Show haben. Ich werde meine Rolle von 17 bis heute spielen. Ich werde mehr als 60 Songs singen, es wird 77 Kostümwechsel geben, die Show wird 4 Stunden lang sein…“ Nee, oder? Mit 77 Jahren? April, April!

Schabernack und Schadenfreude mit Fake-News: Am 1. April schicken sich Menschen kreativ aufs Glatteis. Zum Beispiel der hier: „Apéro“ statt „Opéra“, also Aperitif statt Opernhaus: Mit Namenswechseln bei U-Bahn-Stationen schickte die Pariser Metro vor einem Jahr ihre Passagiere in den April. Woher kommt der Brauch? Und was verursachte in den vergangenen Jahrzehnten besonders viel Aufsehen?

Woher kommt der in vielen Kulturen verwurzelte Brauch?
So genau weiß das niemand. In Deutschland erstmals bezeugt wurden Aprilscherze wohl schon 1618 in Bayern. Geht es um den exakten historischen Ursprung, so scheiden sich die Geister. Eine beliebte Entstehungstheorie geht auf die Kalenderreform des französischen Königs Karl IX. zurück. Der verlegte den Neujahrstag 1564 vom 1. April auf den 1. Januar. Witzbolde verschickten ihre Einladungen zu Neujahrsfeiern angeblich trotzdem weiter zum 1. April. Wer darauf reinfiel, wurde verspottet.

Möglicherweise begann der Brauch auch schon in antiker Zeit mit den römischen Feiern zu Ehren des Gottes Quirinus. Die sogenannten Quirinalien galten als Fest der Dummen und Narren. Im römischen Kalender fielen sie zwar auf den 17. Februar, Kalenderreformen bewirkten möglicherweise eine Verschiebung auf den 1. April.

Welche Aprilscherze machten in den Medien Schlagzeilen?
Ein besonderes mediales Verwirrspiel lieferte 1957 die altehrwürdige britische BBC und zeigte Bilder von der Spaghetti-Ernte im schweizerischen Tessin. Mit Erfolg: Hunderte fragten damals nach, wo denn die hübschen Bäumchen, an denen Nudeln wachsen, zu kaufen seien. 2008 machte der Sender mit fliegenden Pinguinen Furore: Millionen sahen sich das zum Teil computeranimierte Video im Internet an.

Voriges Jahr löste die ARD Schmunzeln aus: „Tatort“- und Kinostar Til Schweiger solle eine Woche lang die Nachtausgabe der „Tagesschau“ moderieren, hieß es auf der ARD-Aktuell-Website. Schweiger, der zum Nuscheln neigt, profitiere künftig „von der besseren Artikulation“.

Und was ist los, wenn Aprilscherze nach hinten losgehen?
Dann ist Chaos meist programmiert. So stoppten Hunderte Autofahrer 1989 bei London mitten auf der Autobahn, um ein angebliches UFO zu beobachten. Doch es war nur Richard Branson, Chef des Musikkonzerns Virgin, der mit einem Heißluftballon in Form eines Suppentellers unterwegs war – im „Marsmenschenkostüm“. Die Polizei jedenfalls war über den Aprilscherz „not amused“.

Eher genervt waren am 1. April 2011 auch die Mitarbeiter des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in Flensburg. Um das Image des KBA aufzupolieren, würden Verkehrssündern per Lotterie Punkte erlassen, hatten bundesweit Dutzende Radiosender gemeldet. Die Telefone im Bundesamt klingelten jedenfalls pausenlos… (Michael Kirner, dpa)