Samstag, 01. April 2017, 23:43 Uhr

Preview: Ein Dorf sieht schwarz

Lachen und Weinen, Humor und Gefühl, ein Clash der Kulturen, wie er heftiger nicht sein könnte: Regisseur Julien Rambaldi verbindet in seinem Film „Ein Dorf sieht schwarz“ all diese Zutaten zu einem fulminanten Mix aus bewegender und leichtfüßiger Komödie, zielt gekonnt auf Herz und Hirn.

Preview: Ein Dorf sieht schwarz
Foto: 2017 PROKINO Filmverleih GmbH

Augenzwinkernd nimmt er die muffigen 1970er Jahre auf dem Land unter die Lupe. Paris und die Studentenrevolte von 1968 sind fern, im idyllischen Marly-Gomont erstickt man lieber in Gemütlichkeit. Toleranz, Durchhaltevermögen und die Hoffnung auf Wandel, gegenseitiges Verständnis und friedliches Miteinander dominieren in dieser feinsinnigen Geschichte.

Das Wunderbare: dieses Miteinander ist kein Märchen, sondern Wirklichkeit und Wahrheit. Kamini, bekannter Rapper und Sohn von Seyolo Zantoko, landete 2006 einen Hit mit seinem witzigen Song „Marly-Gomont“ und entwickelte die Filmidee vom Ankommen und Bleiben, erzählt im Drehbuch vom Schicksal seiner Eltern – emotional, zärtlich, berührend.

Kinostart ist am 20. April.

Preview: Ein Dorf sieht schwarz
Foto: 2017 PROKINO Filmverleih GmbH

Und darum geht’s: Frankreich 1975: Seyolo Zantoko ist Arzt und stammt aus dem Kongo. Als er einen Job in einem kleinen Kaff nördlich von Paris angeboten bekommt, beschließt er, mit seiner Familie umzuziehen. Sie erwarten Pariser Stadtleben, treffen aber auf Dorfbewohner, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem afrikanischen Arzt begegnen und alles tun, um den „Exoten“ das Leben schwer zu machen. Aber wer mutig seine Heimat verlassen hat und einen Neuanfang in einem fremden Land wagt, lässt sich so leicht nicht unterkriegen…