Donnerstag, 06. April 2017, 8:38 Uhr

Max Riemelt: "Nackt vor dem ganzen Team ist nicht easy"

Die Franzosen sind offenbar ganz verrückt nach Schauspieler Max Riemelt – sie haben ihm kürzlich sogar den Ritterorden für Kunst und Literatur verliehen. Und auch Hollywood kriegt nicht genug von dem Berliner: Mit den Wachowski-Schwestern („Matrix“) hat er die zweite Staffel des Sci-Fi-Dramas „Sense8“ abgedreht. Die startet am 5. Mai bei Netflix.

Max Riemelt: "Nackt vor dem ganzen Team ist nicht easy"
Sense8 mit Max Riemelt. Foto: Netflix

In seiner Rolle als Safeknacker Wolfi zeigt er viel Haut. Jetzt spricht der 33-Jährige über Nacktheit auf der Leinwand, seine Vergangenheit und das Glück der kleinen Dinge. Dazu sagte er in ‚Cosmopolitan‘: „Nackt vor dem ganzen Team zu stehen, ist nicht easy. Nur ein Nudist hat dabei Spaß. Aber es sind ja bloß ein paar Szenen.“ Nacktheit im Film ist ja oft immer noch ein größerer Aufreger als Gewalt. Für Riemelt liegt das an der verruchten Darstellung des Themas in den Medien: „Würde man Sex täglich so nüchtern wie die Nachrichten über Krieg und Tod servieren, wäre der Reiz irgendwann weg.“ Trotz aller Tabus bestimmen animalische Triebe unseren Alltag, sagt er: „Unsere Hauptmotivation aufzustehen, ist die Fortpflanzung. Wir intellektualisieren uns zu sehr, versuchen, immer logisch an Sachen ranzugehen.“

Mehr: Max Riemelt und Teresa Palmer im Thriller „Berlin Syndrom“

Im stressigen Alltag versucht der Schauspieler, das Glück in den kleinen Dingen des Lebens zu finden: „Mein Job ist intensiv und wenn ich hier in Berlin vor die Haustüre trete, werde ich automatisch in diesen Ablenkungsstrudel gezogen. Ich komme oft gar nicht mehr dazu, innezuhalten und zu reflektieren. Ich funktioniere meist nur noch.“ Regelmäßige Ausflüge in die Natur helfen dem 33-Jährigen beim Abschalten: „Ich bin gern ein Träumer. Bin viel in meiner eigenen Welt. Eigentlich träume ich ständig. Beim Sitzen, Spazieren..“

Max Riemelt: "Nackt vor dem ganzen Team ist nicht easy"
Foto: AEDT/WENN.com