Sonntag, 09. April 2017, 17:29 Uhr

Interview: Was machen eigentlich New Kids on the Block?

New Kids on the Block sind ein Phänomen: Ende der Achziger, Anfang der Neunziger sorgten sie weltweit für Massenhysterien wie davor höchstens die Beatles. In Zahlen lässt sich das mit 80 Million verkauften Platten und einem Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar nur für Merchandising-Artikel umschreiben. In der Zwischenzeit hat der Großteil der NKOTB selbst Kinder. Vom Musik-Biz scheinen die Fünf noch immer nicht genug zu haben und schicken mit „Thankful“ ein neues Album an den Start. klatsch-tratsch.de-Autor und 90er-Kid Dennis hat sich mit Jonathan Knight unterhalten.

Interview: Was machen eigentlich New Kids on the Block?
Foto: RoughTrade

Was verbindest du mit Deutschland?
Ach einiges. Ich war schon häufig da und kann sagen, dass Köln meine Lieblingsstadt ist. Ich weiß noch, wie wir den Dom besichtig haben und ich kann mich an die große Brücke erinnern. Dort haben viele verliebte Pärchen Schlösser angebracht und die Schlüssel ins Wasser geworfen.

Hast du auch ein Schloss dort angebracht?
(Lacht) Nein, habe ich nicht. Das werde ich aber bei meinem nächsten Besuch sicher machen.

Wovon handelt eure neue Single „One More Night“?
Es ist quasi ein Liebessong. Inhaltlich handelt es von einem Mann, der eine Frau darum bittet ihm noch eine weitere Nacht zu schenken, weil er nicht möchte das sie geht. Er sagt zwar „Gib mir eine Nacht“ aber eigentlich meint er 1000 Nächte.

Eure neue EP „Thankful“ steht in den Startlöchern …
Genau, es ist eine Sammlung an Songs, von denen wir denken, dass sie unseren Fans gefallen werden. Wir haben darauf einen gleichnamigen Song, auf dem wir einfach reflektieren wo wir gerade in unserem Leben stehen und wie wir uns fühlen. Wir sind dankbar für unsere Karriere und unsere Fans. Wir sind gesegnet, dass wir noch das machen können, was wir lieben.

Ab nächstem Monat tourt ihr mit Paula Abdul und Boyz II Men durch die Staaten. Warum habt ihr diese Acts zur Unterstützung gewählt?
Ich denke, bei einer Tour ist es wichtig, dass man mit Leuten unterwegs ist, mit denen man sich auch gut versteht. Diese positive Energie spüren die Fans auch, wenn man auf der Bühne ist. Wir verstehen uns sehr gut mit Paula. Sie ist einfach eine süße Person und wir waren auch schon immer große Fans von ihr. Das gleiche gilt auch für Boyz II Men. Das sind einfach coole Jungs, die tolle Musik machen. Wir kommen alle aus dem gleichen Genre – Pop/R&B – und aus der gleichen Zeit. Paula kam so 1987 raus, wir hatten 1988 unseren Durchbruch und Boyz II Men Anfang der Neunziger. Wir waren alle zur gleichen Zeit groß und das macht einfach Sinn deshalb zusammen loszuziehen.

Nächstes Jahr habt Ihr zehnjähriges Jubiläum seit euren Comeback. Wie feiert ihr das?
Puh, keine Ahnung. Vielleicht eine Tour durch Deutschland. Das wäre echt toll.

Interview: Was machen eigentlich New Kids on the Block?
Foto: Johnny Louis/WENN.com

Ihr seid als Band länger zusammen als die meisten Leute je mit den gleichen Arbeitskollegen zusammenarbeiten. Wie geht ihr mit den Marotten des anderen um?
Natürlich haben wir alle Fehler. Kein Mensch ist perfekt und sicher geht einem jeder mal auf den Keks. Ich denke, in unserem Fall ist es so, dass wir uns eher darauf konzentrieren was jeder einzelne gutes zur Gruppe beiträgt. Wir sind auch fähig Kritik anzunehmen. Uns verbindet der Wille es gemeinsam zu machen. Es ist wie bei einem Ehepaar: Wenn du verheiratet sein willst, dann findet man immer Mittel und Wege das zu schaffen. Wenn man nicht verheiratet sein will, dann finden sich schon Gründe nicht zusammen zu sein. Wir wollen aber als Gruppe zusammenbleiben und sehen den Wert, den wir aneinander haben. Wir lieben einfach, was wir tun.

Apropos schlechte Eigenschaften. Womit bringst du die anderen Jungs auf die Palme?
Ich kann sehr vergesslich und unorganisiert sein.

Was war das seltsamste Erlebnis, dass du je mit einem Fan hattest?
Puh, ich werde das voll oft gefragt, aber weiß nie, was ich dazu sagen soll … Wobei, da gibt es eine Sache, die sollte ich vermutlich nicht erzählen, aber Hey: Als ich damals mit Nick Carter von den Backstreet Boys auf Tour war, da kam ein Fan zu uns. Im Gespräch kam heraus, dass sie aus der Entzugsklinik ausgebrochen war, um uns zu sehen. Das hat sich etwas seltsam angefühlt und wir wussten aus nicht so genau, was wir dazu sagen sollen. (lacht)

Was war eigentlich dein Lieblingsmoment mit der Band?
Da gab es einige. Tatsächlich waren das aber keine, in denen wir einen Preis als Band gewonnen haben, sondern eher Momente, in denen wir uns über Insiderwitze zusammen totgelacht haben.

Es gibt aber sicher auch Bandmomente, an die du eher nicht so gerne zurückdenkst …
Klar, da gibt’s einige. Das können Situationen auf der Bühne sein, die nicht so gelaufen sind, wie man sich das gewünscht hätte. Es können aber auch Videos sein, im Nachhinein etwas seltsam sind. Beispielsweise unser erstes Video „Please dont go, girl“ ist ziemlich furchtbar. (lacht)