Dienstag, 11. April 2017, 15:40 Uhr

Skandal bei „United Airlines“: Wie war das mit dem Chinesen?

Die US-Fluggesellschaft „United Airlines“ leistet sich gerade einen Skandal nach dem anderem. Erst vor wenigen Tagen waren sie negativ in den Schlagzeilen, weil zwei junge Mädchen wegen ihrer Leggins nicht an Bord gelassen wurden. Und jetzt, weil ein Video herumgeht, in dem man sieht, wie ein Passagier brutal und ohne einen echten Grund aus dem Flugzeug gezerrt wird.

Skandal bei „United Airlines“: Wie war das mit dem Chinesen?
Foto: Twitter

Es ist unglaublich, was dort an Bord der Maschine beim Flug von Chicago nach Louisville passierte. Die Fluggesellschaft „United Airlines“ überbuchte den Flieger, was in der Branche – vor allem n den USA –  noch nichts Ungewöhnliches ist. Dann haben die Mitarbeiter am Schalter aber auch noch zu viele Passagiere an Bord gelassen. Als schon alle Fluggäste saßen, kam die Anweisung, dass vier Menschen das Flugzeug verlassen müssten (zugunsten von vier Airline-Mitarbeitern), sonst könne der Flieger nicht starten.

Überraschenderweise meldete sich niemand freiwillig. Trotz immer wieder erhöhter Airline-Angebote von bis 800 Dollar. Woraufhin ein Manager an Bord kam und wahllos vier Leute aussuchte. Einer davon war ein chinesischer Arzt. Der weigerte sich das Flugzeug zu verlassen und sagte laut Zeugenaussage immer wieder, dass er fliegen muss, weil er auf dem Weg zu einem Patienten sei. Später beschuldigte er die Männer, ihn ausgewählt zu haben, weil er chinesischer Abstammung sei. (Einige Medien sprachen von einem vietnamesischen Passagier).

Daraufhin kamen drei Sicherheitsbeamte vom Flughafen, die den Mann brutal gegen seinen Willen aus der Maschine zerrten. Er schrie, wurde den Gang entlang nach draußen gezerrt – Blut überall im Gesicht! Da fragt man sich einfach nur, was eigentlich falsch läuft mit diesen Mitarbeitern und Beamten ist.

Inzwischen entschuldigte sich die Airline offiziell, aber nicht für die Gewaltanwendung bei dem Mann, sondern für die Überbuchung. In einem Statement hieß es: „Unserem Team ist die Dringlichkeit der Situation bewusst, wir arbeiten mit den Behörden zusammen und werden eine eigene Einschätzung der Situation geben. Wir sind im direkten Kontakt mit dem Passagier und anderen Instanzen, um eine Lösung zu finden. Wir entschuldigen uns für die Überbuchung.“ Der Brutalo-Sicherheitsbeamte sei angeblich vom Dienst suspendiert worden. Erstaunlich, dass es bis heute zu keiner Entschuldigung bi dem Passagier gab. (LK)