Dienstag, 18. April 2017, 16:00 Uhr

Lena Dunham über das Ende von "Girls"

Lena Dunham glaubt, dass ‚Girls‘ missverstanden wurde. Die Schauspielerin führte bei der beliebten Serie Regie und spielte die Hauptrolle. In diesem Jahr geht sowohl die sechste Staffel zu Ende als auch die gesamte Serie.

Lena Dunham über das Ende von "Girls"
Foto: Patricia Schlein/WENN.com

Im Nachhinein habe sich Dunham gefragt, ob die Zuschauer überhaupt begriffen haben, welche Intentionen sie damit hatte. Im Interview mit dem ‚Rolling Stone‘ erklärt sie: „Viele Leute haben nie verstanden, dass ‚Girls‘ als kritischer Kommentar zur Situation privilegierter weißer Frauen gesehen werden kann. Wenn ein männlicher Schauspieler eine Rolle spielt, heißt es schließlich auch nicht: ‚Ich habe den Eindruck, Bryan Cranston will in ‚Breaking Bad‘ grenzenlosen Drogenkonsum propagieren.'“

Auf die Frage, ob sie weiterhin vor der Kamera stehen wolle, entgegnet sie: „Da bin ich unentschlossen. Klar, sollten mir die Coen Brothers eine Rolle auf den Leib schreiben, würde ich sofort zusagen. Oder wenn Andrea Arnold mir anbieten würde, eine komplexe und komplizierte Mutter zu spielen, die irgendwo im Norden Englands lebt. Schauspielerei als reiner Selbstzweck ist aber nicht mein Ding. Ich bin da ja nur zufällig reingerutscht, weil ich niemanden kannte, der diesen Typ Mädchen hätte spielen können.“

Außerdem habe sich die Darstellerin bemüht, ein ungewöhnliches Ende für die preisgekrönte Show zu finden, da die Freundschaft der vier Mädchen ebenso unkonventionell sei.