Dienstag, 18. April 2017, 7:46 Uhr

"The House": Reich werden leicht gemacht?

Eltern zu sein kann schwer sein, besonders wenn man alles für seine Sprösslinge tun möchte, aber nicht kann. Genau das wird Scott Johansen (Will Ferrell) und Kate Johansen (Amy Poehler) in der Komödie The House zum Verhängnis.

"The House": Reich werden leicht gemacht?
Foto: Warner Bros.

Nachdem die Tochter der Familie Johansen in das College ihrer Wahl aufgenommen wird und sich damit einen Traum erfüllt, sind die Eltern überglücklich und unglaublich stolz. Doch ihr Glück wendet sich ins Gegenteil, als Scott und Kate feststellen, dass sie die Höhe ihres Kontostands überschätzt haben und nicht genug Geld haben, um die hohen Kosten der amerikanischen Universität zu bezahlen!

Der Plan
Dann kommt Frank (Jason Mantzoukas) ins Spiel – der beste Freund von Scott – und gemeinsam entwickeln sie einen Plan. Frank schlägt vor, ein illegales Casino im Keller zu errichten, und so die „Unikosten für 4 Jahre in einem einzigen Monat“ verdienen zu können, wie er sagt. Und damit beginnt das Chaos. Scott und Kate errichten das Casino in ihrem Keller und versuchen durch Casinospiele das Geld für das College aufzubringen. Es bleibt nicht bei Spielautomaten und Roulettetischen. Sie wetten am Ende auch auf Kämpfe und versuchen alles Mögliche, um an das Geld heranzukommen. Als es dann darum geht, sich gegen schummelnde Spieler durchzusetzen, versuchen sie Stärke zu beweisen, was natürlich herrlich schiefgeht. „The House“, der in Deutschland „Casino Undercover“ heißen soll, ist eine Komödie, wie man sie von Will Ferrell kennt. Wer ein Fan von Ferrell ist, der wird hieran sicher Freude finden.

Comedy durch Tollpatschigkeit
Die Tochter Alex (gespielt von Ryan Simpkins) schöpft nach einer Weile Verdacht und wird von ihren Eltern mehr oder weniger erfolgreich beruhigt. Mittlerweile fangen Scott und Kate an, sich zu verändern und sich dem Leben „im Untergrund“ anzupassen. Dabei wird aber immer wieder deutlich, dass die Zwei eigentlich keine Ahnung von dem haben, was sie da tun, und klischeehafte Vorstellungen vom Treiben in einem illegalen Casino haben. Auch Frank ist noch lange nicht so zwielichtig, wie er es vielleicht gerne sein würde, und hat ebenso keine Ahnung, was er tut. Zusammen bilden sie ein katastrophales Trio, das das Publikum durch ihre Tollpatschigkeit zum Lachen bringen möchte.

Spielbanken – ein beliebtes Thema in Filmen
Man kennt sie nur allzu gut – die verrauchten Filmszenen in dunklen Kellern, wo das einzige Licht durch eine nackte Glühbirne an der Decke stammt und eine ganze Stange Marlbororauch in der Luft liegt. The House macht hiervon Gebrauch, nur sind die Zuschauer, die sich derartige Szenen aus Filmen eingeprägt haben, in diesem Fall Scott, Kate und Frank.

Viele Filme sind von Casinos inspiriert worden, doch nur wenige geben ein akkurates Bild vom Casinospiel wider. James Bond (007) hatte tatsächlich eine Strategie, die er beim Roulettespiel anwendete. Sie war so erfolgreich, weil er dadurch auf besonders viele Zahlen setzen konnte. (Er setzte auf drei Zahlen – 140 Dollar auf die Zahlenreihe 19-36, 50 Dollar auf die sechs Zahlen 13-18 und 10 Dollar auf die grüne Null.) So ausgeklügelt sind die Strategien in den meisten Filmen aber nicht. Zum Beispiel die Rouletteszene in Lola Rennt, in der Lola zwei Mal auf die schwarze 20 setzt und Glück hat.

Normalerweise werden in Hollywoodfilmen unrealistische Gewinne oder dramatisches Verlieren gezeigt. Zum Beispiel wird Poker oft so dargestellt, dass ein paar großartige Karten von einem unrealistisch guten Blatt besiegt werden.

Scott, Kate und Frank haben also eine unrealistische Vorstellung davon, was in einem Casino wirklich abläuft (besonders in einem illegalen Casino) und genau das macht den Film so lustig.

Heutzutage sind Casinospiele leichter zugänglich als es früher der Fall war. Online-Anbieter bieten eine Vielzahl verschiedener Varianten von jedem einzigen Spiel an und auch eine detaillierte Anleitung wie man sie spielt. Das Online-Casino Betway Casino verfügt zum Beispiel über 10 verschiedene Roulettespiele und unter anderem auch über Live-Roulettespiele, die dem Spieler ein Gefühl geben, als spiele er in einer landbasierten Spielbank. Dadurch, dass Online Casinos heutzutage weit bekannt sind, kann das Publikum also leicht erkennen wie unrealistisch die Vorstellungen der Figuren in The House sind und der Spaßfaktor des Films erhöht sich dadurch.

Die spannende Pokerszene im James-Bond-Film Casino Royale von Eon Productions ist übrigens auch nicht realistisch, da die Spieler der Reihe nach höhere Karten vorzeigen können.

Will Ferrell ist fleißig gewesen. Er wirkte bisher insgesamt in um den hundert Filmen mit. Dieses Jahr kommen (inklusive The House) drei Filme und eine TV-Serie mit dem Schauspieler heraus: Zeroville, Daddy’s Home 2 und die Serie Throwing Shade. Und als wäre das noch nicht genug, soll im Jahr 2018 die Sherlock-Homes-Komödie Holmes and Watson von Columbia Pictures herauskommen. Ferrell ist nicht nur Schauspieler, sondern schreibt auch Filmmanuskripte, wobei seine Erfahrung im Schreiben nicht mit der als Schauspieler zu vergleichen ist. Er ist auch Produzent bei The House und Daddy’s Home 2, der Nachfolgefilm von Daddy’s Home mit Mark Wahlberg. Mel Gibson soll im zweiten Teil mit dabei sein und den Vater von Dusty (Mark Wahlberg) spielen.

Jedenfalls kann sich in diesem Jahr kein Fan von Ferrell beschweren. Es gibt reichlich Filme, in denen er auf der Leinwand glänzt. Andrew J. Cohen ist der Direktor von The House und schrieb auch das Drehbuch zusammen mit Brendan O’Brien. Die beiden arbeiteten bereits an Bad Neighbors und Bad Neighbors 2 zusammen. Cohen ist u. a. als Produzent des Films Jungfrau (40), männlich, sucht … bekannt. The House ist ein Warner Bros. Pictures Film und es spielen darin außerdem Nick Kroll und Jeremy Renner mit.Bis der Film in Deutschland rauskommt, muss man sich allerdings noch ein bisschen gedulden. Hierzulande erscheint er am 6. Juli 2017, in den USA kommt er am 30. Juni in die Kinos. (KTAD) P

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