Dienstag, 18. April 2017, 17:20 Uhr

Tom Schilling: "Rammstein und Till Lindemann haben mich extrem geprägt"

An diesem Freitag erscheint das erste Album des Schauspielers Tom Schilling. Auf die Musik will er sich aber nicht festlegen lassen.

Tom Schilling: "Rammstein und Till Lindemann haben mich extrem geprägt"
Foto: AEDT/WENN.com

Der Schauspieler und Sänger Tom Schilling („Oh Boy“) ist bekennender Fan von Leonard Cohen und Nick Cave, hat aber auch eine eher überraschende musikalische Vorliebe. „Man denkt das jetzt vielleicht nicht, aber Rammstein als Band und Till Lindemann als Texter haben mich extrem geprägt. Die Sprache, der Sound seiner Worte“, sagte Schilling der Deutschen Presse-Agentur zu seinem ersten Album „Vilnius“.

Aus Sicht des 35-jährigen Berliners hat der für seine brachialen, schweißtriefenden Bühnenshows bekannte Rammstein-Sänger Lindemann Bezüge zur deutschen Romantik – das fasziniere ihn. Schilling selbst trat zuletzt im TV-Dreiteiler „Der gleiche Himmel“ als sanfter „Ost-Romeo“ aus der DDR auf.

Sein Albumdebüt nahm der Schauspieler mit Musikern auf, die er bei den Dreharbeiten zur vielfach preisgekrönten Kinokomödie „Oh Boy“ (2012) kennengelernt hatte. Die Band hieß damals The Major Minors, heute begleitet sie Schilling unter neuem Namen. „Vilnius“ von Tom Schilling & The Jazz Kids erscheint an diesem Freitag (21. April).

Eine dauerhafte Karriere als Musiker, wie sie beispielsweise die Ex-Mimen Herbert Grönemeyer und Marius Müller-Westernhagen einschlugen, peilt Schilling vorerst nicht an. „Ich sehe mich zuerst als Schauspieler. Ich denke, auch weil die Platte viel Kraft gekostet hat, dass ich damit erstmal am Ende bin.“ Songschreiben sei für ihn kein Selbstläufer, das habe ihm die lange Arbeit an „Vilnius“ gezeigt. „Also wenn nochmal eine Platte entsteht, dann entsteht sie – wenn nicht, dann soll diese die einzige gewesen sein.“

– Konzerttermine im Mai: 02.05. Hannover, Musikzentrum; 03.05. Münster, Gleis 22; 04.05. Leipzig, UT Connewitz; 05.05. Gera, Songtage; 07.05. München, Strøm; 08.05. Heidelberg, Karlstorbahnhof; 09.05. Frankfurt/Main, Brotfabrik; 10.05. Köln, Stadtgarten; 11.05. Hamburg, Nochtspeicher; 12.05. Berlin, Columbiatheater