Freitag, 28. April 2017, 9:46 Uhr

Interview zur Culture-Clash-Komödie "Verliebt in Amsterdam"

Was sich liebt, das neckt sich. Dieser Satz gilt nicht nur für die Zweisamkeit, sondern auch das deutsch-holländische Verhältnis. Auf amüsante Weise spielt die Culture-Clash-Komödie „Verliebt in Amsterdam“ (u.a. mit Vladimir Burlakov) mit den unterschiedlichen Mentalitäten, den gegenseitigen Vorurteilen und der besonderen Rivalität im Fußball.

Interview zur Culture-Clash-Komödie "Verliebt in Amsterdam"
Foto: Privat

Dass selbst eine längst verjährte Elfmeter-Schwalbe zum Problem werden kann, erleben Vladimir Burlakov und der niederländische Publikumsliebling Bracha van Doesburgh als Frischverliebte. Nicht nur sie rauschen heftig zusammen, sondern auch ihre Väter – die sind sich jedoch alles andere als zugeneigt. Denn auf holländischer Seite ist seit dem verlorenen WM-Finale von 1974 noch eine Rechnung offen… klatsch-tratsch.de sprach mit Regisseur Florian Froschmayer.

Zuletzt haben Sie mit Ihrem Tatort „Ihr werdet gerichtet“ 9 Millionen Zuschauer in den Bann gezogen. Heute Abend läuft „Verliebt in Amsterdam“ im Ersten – haben Sie sich nach dem blutigen Tatort bewusst für eine Komödie entschieden?
Ich hatte mir bewusst etwas anderes gesucht. Dass ich eine solche Komödie machen konnte, ist auch immer ein wenig Glückssache. In jedem Fall versuche ich immer die Genres zu wechseln und frisch zu bleiben und mich nicht zu wiederholen. Mein nächster Film ist ein Krimi für die ZDF-Reihe „Stralsund“.

Wovon handelt die Culture-Clash-Komödie?
Im Zentrum der Geschichte steht der junge Anwalt Max, gespielt von Vladimir Burlakov. Er ist von Kassel nach Amsterdam gezogen, um sich fernab seines Elternhauses endlich ein eigenes Leben aufzubauen. Dann stehen auf einmal überraschend seine Eltern vor der Tür mit der Mission ihn zurückzuholen – alles nicht so einfach, da er auch am gleichen Tag die Holländerin Sophie kennenlernt und sich in sie verliebt.

Interview zur Culture-Clash-Komödie "Verliebt in Amsterdam"
Foto: Patrick-D. Kaethner

Gibt es in Ihrer Familie auch Generationskonflikte und wie spiegeln sich diese wider?
Klar gibt es die. Mein Vater ist wie ich ein großer Filmfan. Oft treffen wir uns aber überhaupt nicht was den Filmgeschmack angeht. Mein Vater ist mit dem monumentalen Kino der 60er Jahre aufgewachsen, ich eher mit dem Action Kino der 80er. Somit schauen wir eigentlich selten die gleichen Dinge – außer „Game Of Thrones“ da treffen sich unsere Geschmäcker (lacht).

Neben Vladimir Burlakov, Rita Russek und Hans-Joachim Heist gehört auch der niederländische Publikumsliebling Bracha van Doesburgh zum hochkarätigen Cast. Wie war die Stimmung am Set, gab es einen Culture-Clash?
Die Stimmung war toll. Vladimir ist in meinen Augen in Deutschland einer der spannendsten Schauspieler seiner Generation. Er lässt eine Tiefe zu, kann gleichzeitig aber sehr lustig sein. Die Arbeit mit Rita machte mir enorm Spaß, weil so erfahrene Schauspieler für einen Regisseur immer ein Geschenk sind und Hans-Joachim Heist ist für mich viel mehr als seine Paraderolle Gernot Hassknecht und zeigt in unserem Film seine lustige, aber auch seine tiefgründige Seite. Meine Hauptdarstellern Bracha van Doesburgh ist in Holland ein Star und für Deutschland ein frisches Gesicht. Ich gehe sehr davon aus, dass sie nach unserem Film weitere Angebote aus Deutschland bekommen wird. Auch sie ist wie Vladimir eine sowohl sehr talentierte Dramaschauspielerin als auch eine begnadete Komödiantin.

Interview zur Culture-Clash-Komödie "Verliebt in Amsterdam"
Foto: ARD Degeto/Conny Klein

Was zeichnet die Holländer aus? Wie haben Sie sie während der Dreharbeiten wahrgenommen?
Die Holländer sind in vielen Dingen einfach lockerer als wir. Das hat uns insgesamt eine tolle und entspannte, aber dennoch sehr fokussierte Zeit in Holland ermöglicht.

Was hat Ihnen an Amsterdam besonders gut gefallen?
Die Stimmung, das Licht, das Stadtbild… und die Menschen dort.

An welchen anderen Projekten arbeiten sie gerade?
Ich sitze gerade im Schnitt meines ZDF-Krimis. Danach kümmere ich mich erstmal wieder vermehrt um meine Software SCRIPTtoMOVIE®. Parallel entwickle ich diverse eigene Projekte.