Dienstag, 02. Mai 2017, 17:58 Uhr

Johnny Depp: Teurer Trick, um sich Text-Auswendiglernerei zu sparen?

Hollywoodstar Johnny Depp (53) hat angeblich extra einen Toningenieur in Vollzeit angestellt, der ihm seinen Schauspieltext durch einen verstecken Ohrhörer regelmäßig einsagte. So hätte der ‚Fluch der Karibik’-Star „hunderte von tausende von Dollar“ ausgegeben, statt das Ganze selbst auswendig zu lernen.

Johnny Depp: Teurer Trick, um sich Text-Auswendiglernerei zu sparen?
Foto: FayesVision/WENN.com

Diese Behauptung wurde offenbar am Montag von der Business-Management-Firma ‚The Management Group (TMG)’ in einer Klage gegen den Schauspieler vorgebracht, wie die ‚New York Post’ berichtet. Depp hatte im April eine 25-Millionen-Dollar-Klage gegen seine frühere Finanzberatungsfirma erhoben, in der er das Unternehmen des finanziellen Missmanagements bezichtigt.

‚The Management Group’ hat jetzt ihrerseits Gegenklage gegen den Ex-Gatten von Amber Heard (31) eingereicht. In den gestern in Los Angeles vorgebrachten Gerichtsunterlagen wurde dazu erklärt: „Depp bestand darauf, dass sein Toningenieur jährlich zur Verfügung stand, so dass er seinen Text nicht mehr auswendig lernen musste.“ Außerdem soll darin von dem Unternehmen gefordert werden, dass der Hollywoodstar sich wegen einer „zwanghaften Neigung zu hohen Ausgaben“ von einem Psychiater untersuchen lässt.

Das Interview, dass Depp kürzlich gegenüber dem ‚Wall Street Journal’ gab, wird dabei unter anderem als Beweis für seine „Krankheit“ vorgebracht. Darin erklärte der 53-Jährige nämlich ganz „großkotzig“: „Wenn ich 15.000 Wattebällchen am Tag kaufen will, dann ist das meine Sache.“ Der Oscar-Gewinner habe den Vertrag mit der Finanzberatungsfirma schließlich im März 2016 aufgekündigt. Da hätten sich dessen Kosten schon auf regelmäßig zwei Millionen Dollar monatlich belaufen – ‚TMG’ zufolge ein viel zu hoher Betrag, den sein Einkommen so nicht habe tragen können. Das beinhaltete dann auch monatliche Kosten von 30.000 Dollar für Wein aus der ganzen Welt. Das Unternehmen brachte dazu vor: „Wein ist kein Investment, das man im gleichen Moment austrinkt, wenn man es kauft.“

Dem Schauspieler gehörten zudem eine Menge teure Anwesen an den unterschiedlichsten Orten, wie eine Kette von karibischen Inseln, eine Pferdefarm in Kentucky und 14 Wohnsitze im Süden Frankreichs. Auch hätte er – wie berichtet – angeblich fünf Millionen Dollar für eine Trauerfeier für den Schriftsteller Hunter S. Thompson ausgegeben. Zudem bringe das Unternehmen vor, dass Depp 1,2 Millionen Dollar jährlich für einen „persönlichen Arzt auf Abruf“ bezahlt habe und „Millionen mehr, um eine Armee von Anwälten zu beschäftigen.“ Adam Waldman, ein Anwalt des Schauspielers nannte die vorgebrachten Behauptungen nur „Psychogeschwätz“ und erklärte in einem Statement: „So antworten schuldige Leute, wenn sie mit den detaillierten Resultaten einer juristischen und forensischen Investigation konfrontiert werden, die von vier Firmen durchgeführt wurde.“ Es bleibt abzuwarten, wie sich die Angelegenheit weiterentwickelt…(CS)