Donnerstag, 04. Mai 2017, 11:42 Uhr

Prinz Philip kann nicht mehr

Großbritanniens Prinz Philip (95) hat angekündigt, ab Herbst keine offiziellen Verpflichtungen mehr wahrzunehmen. Das gab der Buckingham-Palast am Donnerstagvormittag in London offiziell bekannt.

Prinz Philip kann nicht mehr
Foto: WENN.com

Der Prinz habe die volle Unterstützung seiner Ehefrau, Königin Elizabeth II. (91). Zuvor hatte der Buckingham-Palast seine Mitarbeiter kurzfristig zu einem dringenden Treffen zusammengerufen. Prinz Philip, der im Juni 96 Jahre alt wird, hatte noch am Mittwoch einen Cricketclub besucht und zeigte sich dort bestens gelaunt. Auch die Queen hatte in den vergangenen Monaten zahlreiche Ehrenämter an ihre Familie abgegeben, ist aber nach wie vor auf zahlreichen Terminen und wirkt für ihr Alter erstaunlich rüstig.

Die Königin hatte am Mittwochnachmittag noch ein Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May im Palast. May hatte die Queen – wie traditionell üblich – über die Auflösung des Parlaments unterrichtet. Die Briten wählen am 8. Juni ein neues Unterhaus. (dpa/KT)

UPDATE: Die britische Premierministerin Theresa May dankte Prinz Philip für sein Engagement für das Land. Sie wolle ihre „tiefste Dankbarkeit und die besten Wünsche“ zum Ausdruck bringen, hieß es in einer Mitteilung. Experten rechnen damit, dass die Queen in Zukunft von Thronfolger Prinz Charles begleitet wird. Der 68-Jährige hat seine Mutter in den vergangenen Jahren immer häufiger bei Auslandsreisen und offiziellen Terminen vertreten. Auch Prinz William (34) und Prinz Harry (32) verstärkten ihr öffentliches Engagement in der jüngsten Zeit.

William und seine Ehefrau, Herzogin Kate (35), kündigten an, im Sommer ihren Lebensmittelpunkt nach London zu verlegen. Bislang wohnten die beiden mit ihren Kindern George (3) und Charlotte (2) in der ostenglischen Grafschaft Norfolk. Seinen Job als Pilot eines Rettungshubschraubers will William aufgeben.

Größere öffentliche Auftritte in der nahen Zukunft, bei denen Philip erwartet wird, sind die traditionelle Geburtstagsparade der Queen „Trooping the Colour“ am 17. Juni und die Thronrede der Königin im britischen Parlament zwei Tage später. (dpa)