Donnerstag, 04. Mai 2017, 6:19 Uhr

Spielsucht bei Hollywood-Promis

Spielsucht kann jeden Menschen heimsuchen, in jeder Schicht der Gesellschaft. „Pathologisches Spielen“ nennt es der Mediziner, wenn zwanghaftes Glücksspiel und Wetten schlimmste Folgen für Betroffene nach sich ziehen.

Spielsucht bei Hollywood-Promis
Foto: WENN.com

Wer kennt einen Spielsüchtigen aus Übersee? Bestimmt – zum Beispiel Ben Affleck, Hugh Jackman, Leonardo DiCaprio, Charlie Sheen und Tobey Maguire. Diese Liste könnten wir mit vielen prominenten Namen fortsetzen. Spielsucht bedroht allerdings jeden Menschen, wenngleich sie praktisch nur wenige von uns befällt. Geld und Ruhm stellen jedenfalls keinen absoluten Schutz dar, wie das Leben vieler Hollywood-Prominenter zeigt. Die Promis sind hier auch nicht nur in Las Vegas Casinos unterwegs oder besuchen Spielbanken rund um die Welt. Immer beliebter wird bei den Prominenten das Spielen in Online Casinos. Hiermit bewahren sie ihre Anonymität und es kommt nicht alles an die Presse. Hauptsächlich erfolgt das Spielen per Zufallsgenerator aber immer beliebter werden auch die Tischspiele in sogenannten Live Casino Bereichen. Hier wird der Dealer per Webcam auf den Bildschirm des Spielers eingeblendet und der Spieler macht seine Einsätze entweder per Tastenklick oder per Mikrofon Ansage. Wie das beim Roulettespiel aussieht, kann man hier auf dieser Seite sehen.

Bei Vollmond spielt der Werwolf Lotto
Hugh Jackman (X-Men, Van Helsing, Les Misérables) ist beispielsweise süchtig nach Lotto, wie der Australier selbst sagt. 200.000 Dollar Spielausgaben erscheinen gering bei etwa 100 Millionen Vermögen – der Kontrollverlust jedoch ist das eigentliche Problem: Kommt der Darsteller des Wolverine an einem Zeitungsshop vorbei, muss er zwingend einen Lottoschein kaufen.

Spielsucht kommt oft nicht allein
Ben Afflecks Schwächen sind Poker und Black Jack. Tatsächlich sperrten sämtliche Casinos von Las Vegas den Schauspieler (Armageddon, Batman v Superman) einmal wegen des unerwünschten Kartenzählens im Black Jack. Auch Erfolg im Spiel schützt nicht vor Sucht: Der bekanntermaßen gute Spieler suchte in der Vergangenheit eine Reha-Klinik wegen seiner Spiel- und Alkoholabhängigkeit auf. Afflecks Kombination aus Alkohol- und Spielsucht ist übrigens allgemein sehr typisch im Suchtbereich.

Das süchtige Geschlecht
Tatsächlich neigen Männer deutlich stärker zum süchtigen Spiel als Frauen, was sich auch bei Prominenten zeigt: Berühmten Frauen mit ausgeprägter Spielsucht bilden die eher seltenen Ausnahmen. Shannon Elisabeth etwa (American Pie) kann nicht vom Poker lassen. Gerüchteweise trifft sich ihre persönliche Glücksspiel-Szene sogar in ihrem Anwesen.

Sucht trotz vieler Nachteile
Als international renommierter Schauspieler frönt Charlie Sheen (Platoon, Being John Malkovich) intensiv seiner bekannten Passion für teure Sportwetten. Angeblich investierte er phasenweise 20.000 Dollar wöchentlich. An seiner Spielsucht zerbrach unter anderem seine Ehe. Tobey Maguire (Spider Man, Fear and Loathing in Las Vegas) handelte sich wegen seiner Beteiligung an Glücksspiel eine Klage ein. Wie andere moderne Hollywood-Größen schätzt er Poker sehr und neigt auch in anderen Bereichen zu Extremen – beispielsweise lebt er vegan. Allgemein findet sich Spielsucht häufig in Verbindung mit anderen ausgeprägten Verhaltensweisen, oft Süchten.

Sucht sucht
Womöglich schwächen rascher Ruhm und Reichtum gerade bei jüngeren Männern ihre innere Stabilität. Zudem stellen Süchte oft Ersatzbefriedigungen dar, etwa für echte Freundschaft, die sich bei zahllosen anonymen Fans eben nicht findet. Wenigstens dieses Problem haben wir Normalbürger jedenfalls nicht. (KTAD)