Freitag, 05. Mai 2017, 13:20 Uhr

Jan Böhmermann ärgert Xavier Naidoo

TV-Anarchist Jan Böhmermann (36) wird immer mehr zum Kultur-Rächer der Nation. Egal, wer sich einen scheinbaren Fehltritt erlaubt, der ZDF-Neo-Moderator ist sofort auf der Matte und haut eine knallharte Satire raus. Sein neuster Song geht an den Sänger Xavier Naidoo (45) und die Söhne Mannheims.

Jan Böhmermann ärgert Xavier Naidoo
Foto: Youtube/NeoMagazinRoyale

Im April erschien das Album „MannHeim“ von der Band „Söhne Mannheims“, zu der ja unter anderem Xavier Naidoo gehört. Insbesondere der Song „Marionetten“ sorgte schnell für einen Skandal, weil er in rechten Kreisen für Jubel sorge, meinen einige Gazetten. Im Gegenzug machen die Gesinnungsgenossen mal wieder gegen die „Lügenpresse“ mobil. Der genauso beliebte wie umstrittene Soul-Sänger war schon in der Vergangenheit des Öfteren negativ wegen angeblicher rechtspopulistischer Aussagen aufgefallen und ihm wird auch immer wieder eine ideologische Nähe zu den sogenannten „Reichsbürgern“ nachgesagt.

Für Moderator und Satiriker Jan Böhmermann ist das natürlich gefundenes Fressen. In seiner gestrigen Show nahm er Xavier Naidoo und eine Band namens „Hurensöhne Mannheim“ auf die politische Schippe.  Als Xavier verkleidet stellte er das neue Album „Death To Israel“ vor, eine ganze LP voll mit „gefühlvollen Politballaden, die uns die Herzen und die Augen öffnen“. In der Album-Trailer-Parodie heißt es u.a.: „Dieses Album geht auf 1 – wenn das der Mossad oder die Homo-Lobby nicht verhindern“.

Böhmermann stellt den Sänger ziemlich eindeutig in eine Ecke mit den Reichsbürgern, Pegida und Netz-Verschwörungstheorektikern. Und sogar mit Adolf Hitler: Der lobt als „Maler und Lebenskünstler“ das Album mit „Ich bin ja kein Nazi, aber ich finde diese Platte echt stark“. Xavier Naidoo hat sich bisher nicht dazu geäußert. (LK)