Samstag, 06. Mai 2017, 23:09 Uhr

Newcomer Sero: Geile Fresse - geiles Debütalbum

Mit ‚One and Only‘ veröffentlicht der 25-jährige Berliner Newcomer Sero sein Debütalbum. Einfach so. Über Nacht. Wie im letzten Jahr schon ‚Holy‘. 13 Tracks. Herablassend und hochmütig. Mit brutalen Beats von dope est dope, Alexis Troy und Alex Lys.

Newcomer Sero: Geile Fresse - geiles Debütalbum
Foto: Adopekid

Juli 2016: Wie aus dem Nichts landet plötzlich dieser Song mit dem Namen ‚Holy‘ im Internet. Gleich der erste Track von Sero stößt Deutschrap gewaltig vor den Kopf: Ein gesichtsloser Rapper mit beeindruckend-brachialer Stimme, der über einen mächtigen Beat pure Arroganz ausstrahlt. Auch die Technik, die Bildsprache und die Vergleiche sind auf einem neuen Level. Mit einem Mal will jeder wissen, wer der Typ mit dem mächtigen Zeilen und dem enormen Selbstbewusstsein ist. Sero, der mittlerweile bei Four Music unterschrieben hat, bleibt weiter unerkannt, aber nicht unbeachtet. Als er den zweiten Song „Sushi“ nachlegt, zeigt sich sogar Fler von der puren Arroganz auf puristische Beats beeindruckt.

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Vollkommen zu Recht. Denn wie Sero schon auf den ersten Teasertracks Tonnen an Eigenlob über sich selbst ausgießt, im Anschluss erhaben über die Beats stolziert, mit Sprachgewalt mächtige Punchlines im Vorschlaghammerformat formuliert und mit seinen Worten prunkvolle Bilder malt, den absoluten Ego-Film fährt und den ganzen belanglosen Deutschrap-Dreck links liegen lässt, ist beispiellos.

Übrigens: Sero zeigt in der exklusiven Version von „Sushi“ eine etwas ruhigere Seite: Pünktlich zum Erscheinen seines Debütalbums präsentiert Sero er Hitsingle in der Passionskirche im Berliner Bergmannkiez, bei der sein Sprechgesang nur durch eine Harfe, eine Pauke und einem Knabenchor begleitet wurde.

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