Montag, 08. Mai 2017, 11:54 Uhr

Rapper Marteria: "Das hätte mich alles nicht befriedigt"

Hätte er seine Karriere nicht früh beendet, würde er heute vielleicht in der Bundesliga spielen: Rapper Marteria ist aber froh, sich gegen den Fußball entschieden zu haben.

Rapper Marteria: "Das hätte mich alles nicht befriedigt"
Promobild zum neuen Album „Roswell“. Foto: Paul Ripke

Der Rapper Marteria (34) ist froh, dass er sich damals für die Musik und gegen eine Karriere als Fußballer entschieden hat. „Was hätte denn kommen können? Eine Meisterschaft, ein 5er-BMW – das hätte mich alles nicht befriedigt“, sagte der Musiker („Lila Wolken“) dem „Playboy“. Der in Rostock geborene Hip-Hopper spielte Ende der 90er in der Jugend des FC Hansa und in der U17-Nationalmannschaft, hörte dann aber auf. „Zweimal am Tag trainieren und danach in Gucci-Boutiquen oder beim Ferrari-Händler rumhängen, und das soll alles sein?“

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Der Sänger, der mit bürgerlichem Namen Marten Laciny heißt, will heute mit seinen Texten ein politisches Zeichen setzen und als Vorbild dienen. „Am liebsten würde ich ganz Deutschland ordentlich durchschütteln und schreien: „Hört endlich auf mit eurer Angst vor dem Fremden!“ Das ist doch absurd.“ Am 26. Mai erscheint übrigens das neue Marteria-Album „Roswell“.

Rapper Marteria: "Das hätte mich alles nicht befriedigt"
Foto: Paul Ripke

Mindestens 100 außergewöhnliche, glaubwürdige, einzigartige Songs wolle er im Laufe seiner Karriere schreiben, hat Marteria einmal gesagt. Er habe so viele Auf-die-Fresse-Momente erlebt und so viele Voll-ins-Glück-Momente, dass dreistellig einfach drin sein müsse. Wer “Roswell” hört, mag daran kaum zweifeln. Wie bei jedem Marteria-Album sind die Songs das Resultat einer zweijährigen Reise, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Er hat sie auf den Seychellen geschrieben, auf Jamaika, auf Curaçao, in Uganda und auf der abgeschiedenen Insel, auf der er nach Jahren im Berliner Exil inzwischen lebt. (dpa/KT)