Donnerstag, 11. Mai 2017, 9:27 Uhr

Acht Jahre für "Wonder Woman"

Patty Jenkins brauchte acht oder neun Jahre, um die ‚Wonder Woman‚-Verfilmung zu realisieren. Die Regisseurin der neuesten ‚DC‘-Comicverfilmung hat verraten, dass sie neun Jahre lang verzweifelt versuchte, den Film in die Wege zu leiten.

Acht Jahre für "Wonder Woman"
Foto: Warner Bros.

Grund für das späte Okay sei laut Jenkins, dass Hollywood einfach noch nicht bereit für einen weiblichen Action-Helden war. Gegenüber ‚Total Film‘ erklärt sie: „Ich wollte es seit langer Zeit machen. Ich habe mit ‚Warner Bros.‘ acht oder neun Jahre lang verhandelt. Ich finde, dass der Feminismus da hinterher hinkt. Es brauchte eine lange Zeit, bis eine Frau, die kämpfen kann, wirklich wie eine universelle Rolle behandelt wurde.“

Sie glaube, dass ‚Wonder Woman‘ eine Menge Angst auslöste, führte Jenkins weiter aus. „Die Leute dachten sich ‚Wie kann eine Frau kämpfen? Wie kann eine Frau sexy und gleichzeitig gewalttätig sein?‘ Ich glaube, es ist endlich an der Zeit, nicht mehr über diesen Aspekt zu reden und sie einfach eine universelle Rolle sein zu lassen. Ich glaube, ich bin nicht die einzige, die diesen Kampf ausfechtet. Filme wie ‚Die Tribute von Panem‘ hatten einen großen Einfluss und ich denke, dass sie uns die Tür geöffnet haben.“

Acht Jahre für "Wonder Woman"
Foto: Warner Bros.

Auch Hauptdarstellerin Gal Gadot findet, dass die Welt reif für eine echte Superheldin ist. Die 32-Jährige sagt: „Es ist wirklich an der Zeit, dass wir die Geschichte einer Superheldin erzählen. Der Film drängt nicht auf Feminismus. Was ich damit meine, ist, dass niemand kommt und über Gleichberechtigung predigt, oder darüber, dass Frauen nicht wählen oder in einem Kongresssaal sein dürfen…darum geht es nicht. Es geht um die Perspektive von Diana (Wonder Woman), die von einer Insel kommt, auf der alle dieselben Rechte haben.“

‚Wonder Woman‘ startet am 15. Juni in den hiesigen Kinos.