Donnerstag, 11. Mai 2017, 12:22 Uhr

Motsi Mabuse: Schockierende TV-Beichte

Motsi Mabuse wird massiv bedroht. In der Talkshow ‚Maischberger‘ berichtete die ehemalige Profitänzerin von ihren Schwierigkeiten, als Deutsche angesehen zu werden. Sandra Maischbergers Sendung drehte sich um die Frage einer Leitkultur in Deutschland.

Motsi Mabuse: Schockierende TV-Beichte
„Beethoven oder Burka – Braucht Deutschland eine Leitkultur?“. Foto: WDR/Melanie Grande

Besonders die Frage „Beethoven oder Burka?“ wurde von Bayerns CSU-Innenminister Joachim Herrmann, der Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli, dem ‚Stern‘-Journalist Hans-Ulrich Jörges, der Publizistin Birgit Kelle und der ‚Let’s Dance‘-Jurorin Motsi Mabuse diskutiert. „Ich brauch‘ das nicht“, antwortete die dunkelhaarige Schönheit auf die Frage, ob Deutschland eine Leitkultur-Debatte nötig habe.

Die 36-Jährige ‚Let’s Dance‘-Jurorin bereicherte die Sendung erst einmal durch ihre sympathische Art und erzählte mit strahlendem Lächeln und ohne politischen Hintergrund aus ihrem Alltag. Sie kam mit 18 Jahren von Südafrika nach Deutschland und habe damals Rassismus nur aus ihrer Heimat gekannt. Hierzulande habe sie davon nichts gespürt. Dies würde sich jetzt allerdings ändern. „Die Leute spüren aus irgendwelchen Gründen, jetzt können wir angreifen. Mir werden ganz böse Sachen geschrieben. Sie werden mich mit einem Baseballschläger schlagen, und ‚Affe‘ und so“, berichtet Motsi.

Motsi Mabuse: Schockierende TV-Beichte
Foto: WDR/Melanie Grande

Dabei ist sie offiziell schon längst Deutsche. Sie hat einen Einbürgerungstest gemacht, bei dem sie die Nationalhymne singen musste. Trotzdem fühlt sie sich nicht wirklich angenommen. Sie habe oft Angst davor, sich selbst auch als Deutsche zu bezeichnen. Das zeigt sich auch in ihrem Wunsch nach Integration: „Für uns, die nicht in Deutschland geboren sind, wären es schön, wenn man das Gefühl hat, wir sind inklusive.“ (Bang)