Freitag, 12. Mai 2017, 11:21 Uhr

ESC-Halbfinale: Rumänien jodelt die Schweiz ins Aus

Das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contest bot wenig Skurilles. Rumänien jodelt sich ins Finale, die Schweiz muss einpacken. Diesmal überzeugen besonders Lieder in der Muttersprache.

ESC-Halbfinale: Rumänien jodelt die Schweiz ins Aus
Alex von “ Ilinca und Alex Florea“. Foto: EBU/Andreas Putting

Der Brüller des Tages war aber das hier: Eine Jodel-Rap-Einlage von Ilinca und Alex Florea aus Rumänien („Yodel It!“) hat sich ausgerechnet gegen das Jodel-Alpenland Schweiz im zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests (ESC) durchgesetzt. Der Österreicher Nathan Trent überzeugte in Kiew mit seinem Lied „Running On Air“ (siehe Video ganz unten), auch Israel schaffte mit „I Feel Alive“ den Sprung ins ESC-Finale am Samstag (13. Mai). Auch der Bulgare Kristian Kostow darf noch einmal auftreten. Er gilt als einer der Favoriten der Buchmacher.

Beim Publikum im Internationalen Ausstellungszentrum in Kiew kam besonders der weißrussische Beitrag des Duos Naviband „Story Of My Life“ an. Die Mehrzahl der Fans favorisierte die Gruppe aus dem Nachbarland, die auf Weißrussisch sang. Auch die Journalisten im Pressezentrum waren ziemlich begeistert.

Der ungarische Sänger Joci Papai sang im Halbfinale in seiner Muttersprache. Eine bauchfreie Tänzerin umgarnte den romastämmigen Sänger, Stichflammen schossen aus dem Boden. Das von dem deutschen ESC-Urgestein Ralph Siegel produzierte Lied für San Marino („Spirit Of The Night“) schied aus. Auch Mazedonien muss nach Hause fahren. Die Sängerin bekam aber vor der Verkündung der Entscheidung live vor dem Millionenpublikum immerhin einen Heiratsantrag von ihrem Freund.

ESC-Halbfinale: Rumänien jodelt die Schweiz ins Aus
Naviband. Foto: EBU/Andreas Putting

Zehn Länder hatten sich mit ihren Beiträgen schon in einem ersten Halbfinale am Dienstag qualifiziert – darunter Australien, Belgien und Portugal. Die Deutsche Levina tritt mit ihrem Song „Perfect Life“ wie die Kandidaten aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Gastgeberland Ukraine direkt im Finale an.

Am Donnerstag trat Levina in der deutschen Botschaft in Kiew auf. Zwei Schülerinnen überreichten ihr als Gruß ein traditionelles ukrainisches Brot und Salz. Auch der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko wünschte der deutschen Kandidatin viel Erfolg für ihren Auftritt am Samstag. „Ich drücke dir beide Fäuste“, sagte der Ex-Boxweltmeister. (dpa)