Freitag, 12. Mai 2017, 16:00 Uhr

ESC: Levina mit vielversprechender Startposition, aber...

Levinas ESC-Vorbereitung hätte nicht perfekter sein können: nachdem die 26-jährige im Vorfeld fast alle Teilnehmerländer bereist hatte und mit großartigen Auftritten begeisterte, hält sich die Sängerin seit nunmehr einer Woche in der ukrainischen Hauptstadt auf, wo sie ein straffes Programm aus Interviews und Probenterminen absolvierte.

ESC: Levina mit vielversprechender Startposition, aber...
Foto: EBU/Thomas Hanses

Dabei gelang es der jungen Bonnerin mit ihrer hochsympathischen Art, die Herzen vieler neuer Fans und Medienvertreter zu gewinnen. Und siehe da: in den Wettquoten machte sie in dieser Zeit mehr als zehn Plätze gut, ihr Song „Perfect Life“ liegt beim Streaming-Ranking aller diesjährigen ESC-Teilnehmer auf Position fünf. In den sozialen Medien rangiert sie unter den ersten sechs der meist erwähnten Eurovision Song Contest-Kandidaten.

Am morgigen 13. Mai wird er es dann schließlich ernst: Levina geht mit Startnummer 21 ins Rennen um den Eurovision Song Contest-Sieg. Dennoch sehen die Buchmacher den italienischen Sänger Francesco Gabbani („Occidentali’s Karma“) als haushohen Favoriten. Levina wird an diesem Samstag in Kiew auf dem 21. Platz unter den 26 Startern antreten.

ESC: Levina mit vielversprechender Startposition, aber...
Foto: EBU/Andres Putting

Nicht nur, dass vor einem Jahr die Ukrainerin Jamala mit dem Song „1944“ auf diesem Platz den Sieg errang. Levina tritt zeitlich auch recht nahe an der Publikums-Abstimmung auf. Sie folgt übrigens auf den eher bizarren rumänischen Jodelsong von Ilinca und Alex Florea („Yodel It!“).

Aber: Trotz der günstigen Rahmenbedingungen räumen Buchmacher Levina zwar Chancen auf das hintere Mittelfeld ein, sehen sie aber weit vom Sieg beim Eurovision Song Contest entfernt. „Mit einer Quote von 2,30 steht der Vertreter Italiens auch nach den starken Performances von Belgien und Schweden im ersten Halbfinale und von Rumänien und den Niederlanden im zweiten Halbfinale unangefochten auf Platz eins“, teilte der Wettanbieter bwin heute mit. „Mit einer Quote von 101,00 für den Sieg findet sich Deutschland auf Platz 18 im hinteren Mittelfeld und muss sich hinter Länder wie Australien, Frankreich oder Moldawien einreihen.“

ESC: Levina mit vielversprechender Startposition, aber...
Foto: EBU/Andres Putting

Auch das Portal oddschecker.com sieht Italien mit weitem Abstand vorne und verortet Deutschland im hinteren Mittelfeld der 26 Finalisten – immerhin besser als der letzte Platz von 2015 und 2016. (KT/dpa)