Montag, 15. Mai 2017, 12:03 Uhr

Drittes ESC-Desaster: ARD-Verantwortlicher schließt Rückzug aus

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber hält am Musikwettbewerb Eurovision Song Contest fest, auch wenn Deutschland schon zum dritten Mal in Folge hinten landete.

Trotz der erneuten Pleite will die ARD dem Musikwettbewerb treu bleiben. „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, sagte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber der „Bild“-Zeitung (Montag). Auf die Frage, ob Deutschland nach dem dritten ESC-Debakel in Folge aussteigen solle, sagte er: „Nein.“

Sängerin Levina (26) war mit ihrem Song „Perfect Life“ am Wochenende Vorletzte geworden. In den beiden Jahren zuvor landete Deutschland jeweils sogar auf dem letzten Platz. Gewonnen hat in diesem Jahr Salvador Sobral für Portugal. Schreiber wies darauf hin, dass die Portugiesen schon 49 Mal am ESC teilgenommen und nun ein Mal gesiegt hätten. Er stellte die Frage in den Raum: „Waren ihre Ergebnisse vor 2017 Blamagen?“

Der ESC sei „die mit weitem Abstand erfolgreichste Fernsehshow des Jahres in einer Sendelänge von 20.15 Uhr bis ca. 1.40 Uhr“. Die Startgebühren für Deutschland hätten in diesem Jahr bei rund 380.000 Euro gelegen – „deutlich unter den durchschnittlichen Produktionskosten von Unterhaltungsshows im Hauptabend“, sagte Schreiber. (dpa/KT)