Freitag, 19. Mai 2017, 12:13 Uhr

Cannes: Will Smith verteidigt Netflix

Will Smith hat sich hinter Netflix gestellt. Der Schauspieler ist erstmalig als Juror bei den Filmfestspielen in Cannes unterwegs, wo sich die Promis dieser Tage in ihren feinen Roben um die Côte d’Azur bewegen.

Cannes: Will Smith verteidigt Netflix
Foto: Joe Alvarez

Laut ‚Vanity Fair‘ gab es gleich bei der Pressekonferenz der Jury kleine Reibereien zwischen Smith und dem Vorsitzenden Pedro Almodovar. Bei der Frage, ob der Bezahlsender Netflix oder das Kino eine ehrwürdigere Bühne für einen Film seien, gingen die Meinungen auseinander. Durch das Aufkommen von erfolgreichen Serien erfreuen sich solche Sender an zunehmender Popularität und gewinnen immer mehr Einfluss auf die Filmbranche.

Almodovar dagegen ist der Meinung, kein Film, der nicht im Kino gezeigt wurde, sollte eine goldene Palme gewinnen. Will Smith jedoch erklärte: „Bei uns zu Hause hat Netflix keinen Einfluss darauf, was sich die Kinder im Kino anschauen, das machen sie immer noch zweimal die Woche. Sie gucken bei Netflix Filme, die sie sonst nicht angeschaut hätten. Es hat das globale Filmverständnis meiner Kinder erweitert.“

In diesem Jahr gibt es zwei Netflix-Anwärter auf den begehrten Preis. In der letzten Woche wurden aber die Regeln noch einmal geändert und ab nächstem Jahr dürfen nur Filme antreten, die zuvor in französischen Kinos gelaufen sind. (Bang)