Samstag, 20. Mai 2017, 10:59 Uhr

Chris Cornell: Ehefrau glaubt nicht an Suizid - Mysteriöse Aussage

Chris Cornells Ehefrau bezweifelt, dass der Musiker sich mit Absicht töten wollte. Am Mittwochabend (17. Mai) bestätigte der Manager des Soundgarden-Frontmanns gegenüber ‚The Associated Press‘ den Tod des 52-jährigen Sängers.

Chris Cornell: Ehefrau glaubt nicht an Suizid - Mysteriöse Aussage
Foto: Nicky Nelson/WENN.com

Bisher hat eine vorläufige Obduktion ergeben, dass die Todesursache Suizid durch Erhängen lautet, allerdings mahnt seine Witwe Vicky Karayiannis zur Vorsicht. Über ihren Anwalt ließ sie ein Statement veröffentlichen, indem sie erklärt, dass die toxikologischen Gutachten noch abgewartet werden müssten. „Ohne die Untersuchungsergebnisse kann keiner wissen, was in Chris vor sich ging – oder ob irgendwelche Substanzen eine Rolle gespielt haben“, heißt es darin.

Es gebe keine Beweise dafür, dass er sich „absichtlich und in vollem Bewusstsein“ umgebracht habe. Der Musiker nahm das verschreibungspflichtige Mittel Beruhigungsmittel Atavin, wie Angehörige berichteten. Unterdessen erklärte der Fotograf Ken Settle laut ‚People‘, der die Band Soundgarden auf Tour begleitete, dass Cornell einen Tag vor seinem Tod eine merkwürdige Aussage machte: „Er sagte es sehr aufrichtig, ‚Ich habe den Leuten gesagt, wie großartig Detroits Rock-Publikum wirklich ist.‘ Und er sagte es, als meinte er es auch wirklich so. Aber dann folgte: ‚Mir tut die nächste Stadt echt leid.'“ Damit meinte er das Konzert am 19. Mai, das er nie erleben sollte.

Soundgarden haben unterdessen entgegen bisherigen Berichten bekanntgegeben, dass sie die laufende Tour nicht fortsetzen werden. Die verbleibenden Mitglieder seiner Band gaben nun eine Erklärung ab, die die Fans sicherlich bereits erwartet hatten: „Mit tiefem Bedauern müssen wir verkünden, dass das Pointfest am Samstag aufgrund des plötzlichen Todes Chris Cornells nicht stattfinden wird.“ Soundgarden trennte sich im Jahr 1997 und im Jahr 2010 kam es zur Wiedervereinigung. Ihre letzte Platte war ‚King Animal‘ im Jahr 2012. Während ihrer 13-jährigen Pause durchlebte Cornell einige dunkle Zeiten und gestand später, eine Therapie wegen seiner Alkoholsucht gemacht zu haben.