Dienstag, 23. Mai 2017, 19:16 Uhr

Filmkritik "Pirates Of Caribbean 5": Sternhagelvoll geht's weiter

Johnny Depp geht wieder auf Nummer sicher: Nach Flops wie „Mortdecai – Der Teilzeitgauner“ und „Lone Ranger“ fährt der schrullige Schauspieler wieder als verplanter Captain Jack Sparrow ab Donnerstag zur See.

Filmkritik "Pirates Of Caribbean 5": Sternhagelvoll geht's weiter
Jack Sparrow (Johnny Depp). Foto: Disney

Das Wiedersehen mit Captain Jack Sparrow (Johnny Depp, 53, ) bietet ein vertrautes Bild. Abgefüllt, orientierungslos und so stolpert er wieder unversehens und unbeabsichtigt in das neue, fünfte Abenteuer. Sternhagelvoll – auch das nichts Neues – versetzt er seinen magischen Kompass für eine Pulle Rum. Umnebelt und geschminkt wie drei Karnevalszüge gibt Jack Sparrow so ein wichtiges Faustpfand weg. Sein erklärter Todfeind Captain Salazar (Javier Bardem, 48, „No Country for Old Men“) kann mit dem Kompass-Besitzerwechsel sein Unterwassergefängnis, das Teufelsdreieck verlassen.

Salazar hatte genug Zeit, so richtig böse, wütend und zum Äußersten entschlossen zu werden. Salazar will alle Piraten töten, allen voran Captain Jack, der ihn einst übertölpelt hat.

Capitain Salazar setzt samt Crew und Geisterschiff dazu an, die Weltmeere zu schocken. Derweil auf einer staubtrockenen Insel und ein paar Tage in der Ausnüchterungszelle später, entschliesst sich Jack Sparrow, sich auf die Suche nach der ultimativen Waffe gegen Salazar zu machen. Er muss Poseidons magischen Dreizack finden. Der Besitzer des Dreizacks hat die Herrschaft über die Weltmeere, inklusive eben auch dem Wüterich Salazar. Auf Jack Sparrows Suche finden sich mit ein: die junge – und sehr sturköpfige – Astronomin Carina Smyth (erfischend Kaya Scodelario, ).

Auch sie steckt permant in Schwierigkeiten, denn als emanzipierte Frau in der Wissenschaft hat sie es nicht leicht. Carina ist in Besitz einer Sternenkarte, die von ihrem (unbekannten) Vater hinterlassen wurde. Diese Karte gilt als unlesbar, nur Carina ist den Angaben auf der Spur und weiß den Weg, wo der Dreizack des Meeresgottes zu finden ist.

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Captain Salazar (Javier Bardem). Foto: Disney

Der dritte Neuzugang in der Piratengang ist der blutjunge Seemann Henry Turner (Brenton Thwaites, 27). Auch bei ihm geht es um die Verbindung zum Vater Will Turner (Orlando Bloom, 40, „Troja“). Henrys Vater ist mit einem Fluch belegt, wie Salazar ist auch er unter Wasser an sein Schiff gebunden. Und so schleppt jeder sein Päckchen und findet doch Verbündete und schmiedet Allianzen.

Top-Schauspieler wie Geoffrey Rush geben dem ganzen die nötige emotionale Tiefe, die bei Disney natürlich nicht fehlen darf.

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Henry Turner (Brenton Thwaites, links) mit Captain Jack Sparrow (Johnny Depp). Foto: Disney

Einmal ergriffen und geschnäuzt wird dann wieder piratenmäßig draufgehauen und geentert, um den sinnlosen Treiben einen Hauch von Ernsthaftigkeit zu verleihen. Natürlich sind wieder jede Menge Chaoten im Schlepptau des dauerverpeilten Captain Sparrow dabei. Ein Dauer-Minus-Punkt ist die Filmmusik, einfach nervtötend.

Fazit: Wo Johnny Depp drauf steht, ist Jack Sparrow drin. Der wunderbare Javier Bardem als Captain Salazar macht seinem Namen imfünften Teil der Piraten-Saga alle Ehre. Für die Dauer von gut zwei Stunden bietet das neue Piratenabenteuer aus den Disneystudios eine gewohnt gute Unterhaltung für die ganze Familie. (Katrin Wessel)

Will Turner (Orlando Bloom)
Will Turner (Orlando Bloom) Foto: Disney
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Barbossa (Geoffrey Rush, links) und Jack (Johnny Depp). Foto: Disney
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Foto: Disney