Dienstag, 23. Mai 2017, 5:54 Uhr

"Sing meinen Song": Mark Forster im Interview

Bis zu 2,96 Millionen Zuschauer schalteten vor einem Jahr die dritte Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ ein und bescherten dem VOX-Erfolgsformat Rekord-Marktanteile.

"Sing meinen Song": Mark Forster im Interview
Foto: VOX/Markus Hertrich

Bereits während der Staffel wurde entschieden, dass auch 2017 wieder Songs getauscht werden – allerdings mit einem neuen Gastgeber. Niemand geringeres als Sascha Vollmer und Alec Völkel von „The BossHoss“ werden diese Rolle übernehmen. Der Einladung nach Südafrika sind Lena Meyer-Landrut, Stefanie Kloß, Mark Forster, Gentleman, Moses Pelham und Michael Patrick Kelly gefolgt, die alle ihre zahlreichen Hits im Gepäck haben. Den Anfang macht am Dienstagabend, 23. Mai 2ß017, Mark Forster.

VOX plauderte mit ihm. Hier Auszüge aus dem Interview.

Was hast du von deiner Zeit in Südafrika mit nach Hause genommen?
„Sing meinen Song“ ist kein Format, indem ein Künstler nichts für sich mitnimmt. Die Sendung hat mich offener gemacht, was andere Musiker angeht und was deren Verhältnis zu ihrer eigenen Musik betrifft. Bei The Boss Hoss wusste ich zum Beispiel, dass sie über Cowboys singen. Aber erst als ich mich dann mit den beiden Jungs beschäftigt habe, als Menschen und als Musiker, habe ich die zweite Ebene darunter verstanden. Das ist mir eine Lehre für die Zukunft.

"Sing meinen Song": Mark Forster im Interview
Mark Forster und Lena Meyer-Landrut. Foto: VOX/Markus Hertrich

Nimmst du die Erfahrungen aus Südafrika mit ins Tonstudio?
Bei mir haben die Lieder immer unmittelbar was mit mir zu tun. Ich schreibe auf Deutsch und über das, was mir passiert und was ich fühle. Ein Album entsteht meistens innerhalb von zwei Jahren. Wenn ich hinterher das Album höre, verstehe ich erst so richtig, welchen Schritt ich in den letzten zwei Jahren gemacht habe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zeit in Südafrika nichts mit mir gemacht hat. Ich kann nur so viel verraten: Wahrscheinlich werde ich nicht auf jamaikanisch singen (lacht).

War es besonders schwer, sich auf die anderen Musikrichtungen einzulassen?
Bei den Songs, bei denen man weit weg gehen musste von der eigenen Musik, wie zum Beispiel bei Gentleman oder bei Paddy Kelly ist es natürlich erstmal komplizierter. Man muss überlegen, was man damit macht. Aber es ist auch nicht unkompliziert einen Silbermond Song zu singen. Gerade weil die Musik nicht so weit entfernt ist. Ich habe versucht aus jeder Nummer etwas Eigenes zu machen. Für mich war es ein großer Spaß. Und das macht wahrscheinlich auch den Reiz dieser Staffel aus.

"Sing meinen Song": Mark Forster im Interview
V.l.: Sascha Vollmer, Moses Pelham, Stefanie Kloß, Lena Meyer-Landrut, Gentleman, Michael Patrick Kelly, Mark Forster und Alec Völkel. Foto: VOX/Markus Hertrich

Du hast kurzzeitig noch einen anderen Job übernommen. Wenn es um The Boss Hoss geht, wirst du die Moderation übernehmen. Wäre das ein neuer Job für dich?
Ja ich hab da gut einen weggelanzt (lacht), ordentlich abgegottschalkt! Ich finde, dass Alec und Sasha das toll gemacht haben – die ganze Staffel über. Am Anfang haben wir uns natürlich alle gefragt, wie die beiden das jetzt machen, wenn Xavier weg ist. Aber sie waren ganz tolle Gastgeber. Ich wollte zumindest so gut moderieren wie The Boss Hoss. Ich weiß nicht ob ich es geschafft habe, aber ich hatte eine geile Jeansjacke an (lacht).

Du warst wirklich der Kippen-Boy von The Boss Hoss früher?
Ich war der Kippen Boy von The Boss Hoss! Das wäre eigentlich ein guter Titel für mein nächstes Album (lacht). Ich habe damals für eine Fernsehsendung gearbeitet und The Boss Hoss waren mehrfach zu Gast. Ich hab da ganz viele unterschiedliche Sachen gemacht, unter anderem die Titelmelodie geschrieben. Aber natürlich habe ich auch den Gästen Zigaretten geholt. Und ich würde, das sag ich mit vollem Stolz, ihnen jederzeit wieder Kippen holen – leider rauchen sie nicht mehr.

Was war für dich persönlich die größte Herausforderung bei „Sing meinen Song“?
Das ist schwer zu sagen. Mich vor die Künstler zu stellen, die ich persönlich richtig gut finde, zum Beispiel Gentleman, und etwas zu machen, was sie richtig gut finden, war mir sehr wichtig. Aber auch bei Lena, die ich von allen schon am längsten kannte, hatte ich Angst. Lena ist jemand, die relativ schnell zeigt, wenn ihr etwas nicht gefällt. Ich hätte wahrscheinlich nach ein paar Zeilen gemerkt, wenn es ihr nicht gefallen hätte. Aber ich glaube, es hat ihr ganz gut gefallen.

Du bist ja auch für eine lockere Zunge bekannt – Wer von den Künstlern hat denn die ein oder andere Macke?
Wir machen die ganze Zeit Group Hugs und ich kann sagen, dass alle gut riechen – sogar hervorragend! Ich weiß nicht ob er böse ist, wenn ich das jetzt erzähle, aber ich bin jemand, der oft auf Toilette muss – vor allem vor Auftritten bin ich milliardenfach auf dem Klo. Es gibt einen Menschen der noch öfter pinkeln muss und das ist Gentleman. Er musste wirklich wahnsinnig oft pinkeln. Und dadurch hat auch keiner gemerkt, dass ich oft pinkeln muss, weil ich mich dann immer drangehängt habe (lacht).