Mittwoch, 24. Mai 2017, 15:22 Uhr

Filmkritik "Hanni & Nanni": Peppige Neuverfilmung

Hanni & Nanni sind zurück: In der Neuverfilmung nach den legendären Büchern von Enid Blyton bekommen die quirligen Zwillinge diesmal Unterstützung von The BossHoss und dem YouTube-Star Faye Montana.

Filmkritik "Hanni & Nanni": Peppige Neuverfilmung
Foto: Universal Pictures

Der erste „Hanni & Nanni“-Film nach den berühmten Büchern von Enid Blyton kam 2010 in die deutschen Kinos und war mit mehr als 850 000 Zuschauern ziemlich erfolgreich. Zwei Fortsetzungen mit den Zwillingen Jana und Sophia Münster in den Hauptrollen folgten. Am 25. Mai starten die Produzenten Sebastian Werninger und Hermann Florin mit „Hanni & Nanni – Mehr als beste Freunde“ einen Neustart der Reihe – diesmal mit Laila und Rosa Meinecke in den Hauptrollen und noch moderner aufgepeppt. „Das, was Enid Blyton vermittelt, wird auch in 20 oder 30 Jahren noch Bestand haben, weil die zwischenmenschlichen Themen, die in ihren Geschichten behandelt werden, für alle Generationen wichtig sind“, sagt Werninger.

Weil ihre Mutter Susanne (Jessica Schwarz) beruflich ständig unterwegs und ihr chaotischer Vater Charlie (Sascha Vollmer, Sänger der Band The BossHoss) mit der Erziehung restlos überfordert ist, sollen die Zwillinge Hanni (Laila) und Nanni (Rosa) für den Rest des Schuljahrs in ein Internat.

Das gefällt den beiden quirligen Mädchen überhaupt nicht und sie beschließen, so viel Blödsinn anzustellen, bis sie von der neuen Schule fliegen. Das klappt am Anfang auch ganz gut, bis Nanni in der Reiter-Clique neue Freundinnen findet und die Schwestern zum ersten Mal getrennte Wege gehen müssen.

Filmkritik "Hanni & Nanni": Peppige Neuverfilmung
Foto: Universal Pictures

Wie in den drei Vorgängerfilmen sind auch diesmal wieder jede Menge prominente Schauspieler mit von der Partie. Katharina Thalbach mimt wieder die leicht chaotische, aber liebenswerte Französisch-Lehrerin Madame Bertoux. Unterstützt wird sie von Julia Koschitz als Sport- und Physiklehrerin sowie Maria Schrader als strenge Internatsleiterin Frau Theobald. Henry Hübchen spielt einen grummeligen Adeligen und Luise Wolfram seine Tochter, zu den Internatsschülerinnen gehört auch YouTuberin Faye Montana. Regie führt Isabell Šuba, die mit ihrem Debütfilm „Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste“ für Furore gesorgt hatte.

Filmkritik "Hanni & Nanni": Peppige Neuverfilmung
Foto: Universal Pictures

Mit Bildern im Instagram-Look und flotten Song-Einlagen erinnert „Hanni & Nanni – Mehr als beste Freunde“ an andere erfolgreiche Teenie-Filme. Auch hier stehen die Themen Freundschaft, Zusammenhalt und Pferde im Mittelpunkt – nur das Thema Jungs wird (noch) ausgeklammert. Dafür müssen die Zwillinge lernen, auch allein klar zu kommen.

Etwas konstruiert und aufgesetzt wirken die zusätzlichen Geschichten von der Rettung des Internats und der Zähmung des Pferdes Pegasus – der Stoff hätte gut in eine neue Folge gepasst. Trotzdem dürften Mädchen im Alter von sechs bis zwölf Jahren begeistert sein und die neue Reihe zahlreiche Anhängerinnen finden – vor allem dank der Ausstrahlung der beiden Hauptdarstellerinnen, die mit Charme und Natürlichkeit überzeugen. (Carola Große-Wilde, dpa)