Donnerstag, 25. Mai 2017, 19:23 Uhr

Exklusiv: Jason Derulo über sein neues Album, Skandale und Manchester

Jason Derulo zählt längst zu den größten Stars weltweit. Seine Hits „Whatcha Say“, „Talk Dirty“ oder auch „Want to Want Me“ zählen bereits jetzt schon als echte Klassiker. Seine neue Single „Swalla“ zusammen mit Nicki Minaj und Ty Dolla Sign könnte sich genauso zu einem Monsterhit mausern.

Exklusiv: Jason Derulo über sein neues Album, Skandale und Manchester
Foto: klatsch-tratsch.de/P.Hoffmann

Mit klatsch-tratsch.de-Autor Dennis hat sich der Sänger exklusiv über sein neues Album, den Anschlag auf das Ariana Grand Konzert und unsittliche Bilder bei Snapchat unterhalten.

Dein neues Album „777“ ist in der Pipeline. Was hat es mit diesem Namen auf sich?
Die Sieben ist eine Glücksnummer und gleichzeitig auch eine Spirituelle Zahl. 777 ist auch der Code für Jackpot. Sieben ist eine Zahl, die lang genug für ein Album ist, aber trotzdem noch Lust auf mehr macht. Ich werde das Album also in drei Teilen veröffentlichen, die jeweils aus sieben Songs bestehen, in einem dreimonatigen Rhythmus. Ich will den Leuten mehr Material in einer kurzen Zeit geben.

Kannst du schon was zu den Features sagen?
Nein, leider nicht. Aber ich kann dir nur so viel verraten: Ich hatte eine gute Zeit mit den Leuten. Es war insgesamt sehr inspirierend, da ich die Gäste zu mir nach Hause eingeladen habe, da ich dort mein Studio habe. Jemanden nach Hause einzuladen ist natürlich etwas anderes, wie jemanden in irgendein Studio einzuladen. Das bringt einen anderen Vibe und fühlt sich persönlicher an. Wann der erste Part vom Album genau kommt kann ich dir auch noch nicht sagen, aber es wird sehr bald sein.

Dann verrate mir ob es soundtechnisch ähnlich wie „Swalla“ ist.
Naja, nicht unbedingt. Es sind Partytracks drauf, aber auch Songs, die mich von meiner verletzlichen Seite zeigen. Es ist also sehr vielseitig. Quasi wie eine Achterbahnfahrt mit allen Höhen und Tiefen.

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Foto: klatsch-tratsch.de/P.Hoffmann

Wovon handelt „Swalla“ eigentlich?
(Lacht) „Swalla“ ist vielseitig interpretierbar. Ich lade jeden ein das nach seinem Geschmack zu interpretieren. Manche Leute haben eine eher dreckige Vorstellung, manche eine sehr direkte und andere denken an etwas komplett Anderes. Ich will da niemandem etwas vorwegnehmen. (lacht)

Für „Swalla“ hast du unter anderem mit Nicki Minaj zusammengearbeitet. Wie war das?
Nicki ist eine wirklich sehr intelligente Frau, die ganz genau weiß was sie will und sehr fokussiert ist. Sie ist echt ein tolles Mädchen mit sehr royalem Charakter. Es ist immer toll sie bei der Arbeit zu beobachten und zu sehen wenn sie von etwas inspiriert ist. Schau dir einfach mal an wie sie „Swalla“ rockt: Quasi als ob es ihr eigener Song wäre – auch social-media-technisch. Das finde ich echt cool. Ich hatte schon Kooperationen mit Leuten, die promomäßig gar nichts gemacht haben und einfach darauf gewartet haben wie der Song sich in den Charts entwickelt. Sie hingegen war aber sehr aktiv und das finde ich echt cool und auch klug. Am Ende des Tages ist es ja unser Song. Wir haben echt viel zusammengearbeitet dadurch: Beispielsweise für das Video und auch dann für den Akustikremix, den wir gemacht haben. Wir hatten ja auch viele gemeinsame Proben und Auftritte und das hat uns ein bisschen näher gebracht im Prozess.

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Foto: klatsch-tratsch.de/P.Hoffmann

Diese Woche hast du Celine Dion getroffen und sie deine Mutter überraschen lassen. Von wem würdest du gerne mal so überrascht werden?
Ich denke, da gibt es keinen besseren als Michael Jackson. Er ist der Grund warum ich damals angefangen habe zu singen und zu tanzen.

Das wäre tatsächlich eine Überraschung, wenn er hier plötzlich bei uns hier im Raum auftauchen würde …
Du hast Recht: Ich glaube das würde mir dann doch eher mehr Angst machen … (lacht)

Du wurdest vom Forbes-Magazin in die Liste der bekanntesten 30 Personen unter 30 gesetzt. Wie fühlt sich das an?
Ich glaube tatsächlich geht es da eher mehr um Geld als tatsächlichen Fame. Es ist natürlich echt cool. Ich war sogar auf dem Cover, was echt eine große Sache ist. Vor allem für eine Person wie mich, die aus Haiti stammt. Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt. Ich bin stolz, meine Familie ist stolz und ich bin mir sicher, dass auch ganz Haiti stolz darauf ist, dass ich der erste Haitianer auf dem Forbes-Cover bin.

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Foto: klatsch-tratsch.de/P.Hoffmann

Wie kommt es, dass du eigentlich in keine wirklichen Skandale verwickelt bist? Weißt du wie man Dinge besonders gut heimlich macht oder bist du einfach nur ein guter Junge?
Heimlichkeit ist meine Spezialität. (lacht) Ich bin einfach ein direkter Typ und nutze keine Skandale um meine Karriere irgendwie weiter zu bringen. Viele Leute machen das ja, aber das ist nicht so ganz mein Style. Ich versuche eher mich von der Musik führen zu lassen.

Die einzige Sache, die ich jetzt gelesen habe ist, dass du eine Limo gemietet haben sollst, darin eine Party gemacht und damit den Wagen ruiniert hast und jetzt von diesem Unternehmen verklagt wirst …
Hast du nicht eben gesagt, dass du nichts Skandalöses gehört hast? (lacht)

Ich sagte: Keine wirklichen Skandale und das ist ja jetzt kein Skandal. Ich habe schon weitaus verrücktere Sachen gehört … (lacht)
Das ist eine Lüge, aber die wollen mich ernsthaft verklagen. Ich bin doch kein Fünfjähriger, der Löcher in die Sitze macht und im Wagen randaliert. Das ist doch echt lächerlich …

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Foto: klatsch-tratsch.de/P.Hoffmann

Dann zurück zur Wahrheit: du hast vor wenigen Wochen deine eigene Klamottenlinie vorgestellt …
Sie heißt LVL XIII und kommt im August auf den Markt. Es ist aufregend, da sie ab da in Bloomingdale’s – einen der größten Luxuskaufhäuser der USA – erhältlich sein wird. Wir werden dann auf der gleichen Fläche mit Marken wie Gucci oder auch Louis Vuitton angeboten. Für mich als Künstler ist das echt eine große Sache. Das Label ist eher im oberen Preissegment angesiedelt und die Stücke sind wandelbar: Wir haben beispielsweise einen Pullover, der sich zu einem Rucksack zusammenfalten lässt. Das kann ganz praktisch sein und ist revolutionär.

Du bist ja auch bei Snapchat am Start. Was sind so die krassesten Dinge, die du da so zugeschickt bekommen hast?
Ich bekomme die ganze Zeit Bilder von Titten und Muschies zugeschickt. (lacht) Aber das finde ich jetzt nicht so bizarr. Es ist unglaublich viel, dass da auf mich einprasselt. Das kann man sich gar nicht angucken. Ab und an gucke ich aber mal (lacht).

Am Montag hat sich ja der schreckliche Anschlag beim Ariana-Grande-Konzert in Manchester ereignet. Glaubst du, dass das die Musikindustrie nachhaltig verändern wird?
Ich denke das hat es bereits. Ich finde, es sollte einen Effekt darauf haben wie wir das Sicherheitspersonal vorne an den Türen behandeln. Wir müssen einfach lernen, wie wir die Dinge besser und vor allem sicherer gestalten können. Wir können unser Leben nicht in Angst leben. Wir dürfen es nicht zulassen, dass Orte die immer für Liebe, Austausch, Glück und Inspiration stehen, sich in Orte der Angst verwandeln. Es darf nicht sein, dass wir die Dinge, die wir lieben nicht mehr machen, weil wir Angst haben. Wir müssen einfach für Sicherheit zu sorgen.