Donnerstag, 01. Juni 2017, 18:50 Uhr

Emily Ratajkowski: Ausziehen mit Botschaft

Model und Schauspielerin Emily Ratajkowski zeigt sich mal wieder offen wie nie, in dem sie sich heißer denn je bei Instagram zeigt. Dabei sollte man vielleicht auch hinter die Fassade der 25-Jährigen blicken, bevor man voreilige Schlüsse zu den Schnappschüssen zieht.

Emily Ratajkowski: Ausziehen mit Botschaft
Foto: KIKA/WENN.com

Vor wenigen Tagen sah man sie noch bei den FIlmfestspielen von Cannes, dort schritt sie über den roten Teppich, machte kurz danach Urlaub in Italien und ihre Freundin und Unternehmerin Lara Pia Arrobio postete nun dieses sehr offenherzige Bild von der schönen Brünetten.

Auf dem Foto sieht man das Model mit dem Rücken zur Kamera stehend, komplett splitterfasernackt und man erkennt sogar den Abdruck eines Bikinihöschens… Das Bild erhielt binnen weniger Minuten tausende Likes sowie Kommentare ihrer Fans wie “Umwerfend”, “Atemberaubend schön!”. Doch das ist kein Einzelfall, denn immer öfter kann man die junge Amerikanerin so freizügig sehen.

Groß heraus kam Emily mit 21 Jahren im Video-Hit “Blurred Lines” von Sänger Robin Thicke und Pharell Williams. Dort trat sie schon ziemlich nackt auf, hüpfte nur mit Slip durchs Video. Danach sah man sie in der Buchverfilmung “Gone Girl” mit Ben Affleck an ihrer Seite. Es fällt auf, dass die Tochter eines Malers gerne und oft mit der Kamera spielt. Bevor jetzt irgendwer denkt, ach die sieht man eh nur nackt und man habe ja schon alles gesehen, der sollte auch einen Blick hinter die Fotos wagen und versuchen Emily Ratajkowski zu verstehen.

Denn neben ihren freizügigen Bildern kann man auch viele feministische Botschaften auf ihrem Instagram-Account entdecken. Neben all diesen privaten Einblicken in ihr Leben lässt sie es sich nicht nehmen ihre Meinung zu den ganzen Bildern zu äußern. So postete sie schon im Februar 2016 einen kleinen Auszug aus ihrem Essay vom LennyLetter Magazin, das von Schauspielerin Lena Dunham herausgebracht wird. Dazu schrieb sie ziemlich selbstbewusst: „[…] Ich weigere mich in einer Welt voll Schande und der stillen Entschuldigung zu leben. Das Leben kann nicht von den Wahrnehmungen anderer diktiert werden, und ich wünschte, die Welt hätte mir schon früher klar gemacht, dass die Reaktionen der Menschen auf meine Sexualität nicht meine Probleme sind, sie sind deren Probleme.”

Ein halbes Jahr später postete sie einen Auszug aus einem Interview und Essay mit dem US-‚Glamour‘-Magazine. “Es ist absurd zu denken, dass der Wunsch nach Aufmerksamkeit nur Frauen, sondern insgeheim auch Männer anstreben. Warum werden deshalb immer nur Frauen hinterfragt? Und wenn eine Frau sich kleidet, weil sie Aufmerksamkeit möchte, männlich oder anders, macht sie sich schuldig für so etwas? Oder ist sie weniger ‚ernst zunehmen‘? Unsere Gesellschaft hinterfragt nie die Motivation der Männer, die ihr Hemd ausziehen oder sich rasieren oder über Politik sprechen – und das sollte es auch nicht. Ich wünschte solch eine Aufmerksamkeit sei geschlechtslos. Es ist menschlich.”

Manchmal sollte man Menschen nicht nur nach ihrem Äußeren beurteilen, sondern auch akzeptieren wie die Person ist und nicht gleich verurteilen. Genau das zeigt Emily Ratajkoswki einem mit ihrer Präsenz auf Instagram – sie tut was sie liebt, zeigt was sie hat, ist stolz drauf und zeigt trotzdem,dass sie kein Dummchen ist mit ihren Essays. (LB)