Donnerstag, 01. Juni 2017, 12:55 Uhr

Helene Fischer: DFB-Vizepräsident bereut Auftritt

DFB-Vizepräsident Rainer Koch äußert sich zu dem verunglückten Auftritt von Helene Fischer. Ihre Halbzeit-Performance beim DFB-Pokal-Finale sei laut Koch nicht die optimale Entscheidung gewesen.

Helene Fischer: DFB-Vizepräsident bereut Auftritt
Foto: Becher/WENN.com

„Wir waren letzte Woche der Meinung, dass die Fans das toll finden, das war vielleicht etwas blauäugig“, gestand er bei ‚Sky Sport News HD‘. „Jetzt haben wir mitbekommen, dass es an diesem Samstag wohl nicht das Richtige war und daraus werden wir lernen und das auch gegebenenfalls nicht wiederholen“, fügte er dem überraschenden Eingeständnis hinzu.

Der DFB-Vize warnte außerdem davor, den Bogen zu überspannen: „Es bleibt der Umstand, dass die Gesellschaft eventisiert ist. Aber das Warnsignal ist auch ernst zu nehmen, wir dürfen es nicht überdrehen.

Die Schlagersängerin erntete am Samstag (27. Mai) beim Finale zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund im Berliner Olympiastadion ein gellendes Pfeifkonzert. Zusätzlich dazu gab es aus den Fankurven auch Schmähgesänge gegen den Deutschen Fußball-Bund. Für Rainer Koch kommt die wachsende Kritik am DFB und an der Kommerzialisierung des Fußballs allerdings nicht von der Mehrheit der Fans.

Helene Fischer: DFB-Vizepräsident bereut Auftritt
Foto: picture alliance/ Sven Simon

„Wir haben eine überragende Mehrzahl an Fans, die sich für friedlichen Fußball einsetzen. Diejenigen, die dem DFB den Krieg erklären, sind diejenigen, die am Dienstag in München die Sitze herausgerissen haben, auf den Platz geworfen haben, zehn Polizisten verletzt und sich am Tag zuvor in Braunschweig den Polizisten entgegengestellt haben“, erklärte der Jurist.

Am Dienstag (30. Mai) hatten Anhänger von 1860 München bei dem Zweitliga-Relegationsspiel gegen Jahn Regensburg Sitzschalen, Stangen und andere Gegenstände in den Strafraum des SSV Jahn geworfen. Daraufhin musste das Spiel für knappe 15 Minuten unterbrochen werden und stand sogar davor, abgebrochen zu werden. Schon am Montag (29. Mai) war es in der Erstliga-Relegation zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfL Wolfsburg zu einem Platzsturm durch Anhänger der Gastgeber gekommen. (Bang)