Donnerstag, 01. Juni 2017, 5:56 Uhr

"Wonder Woman" kommt hier nicht in die Kinos

Wonder Woman“ kann ganz bald einem neuen „Feind“ begegnen. Denn der Libanon will den Film in den heimischen Kinos zu verbieten, da die Hauptdarstellerin Gal Gadot Israeli ist.

"Wonder Woman" kommt hier nicht in die Kinos
Foto: Warner Bros.

Seit 1948 stehen die zwei Nachbarländer Libanon und Israel im Kriegszustand. Diese Situation führte dazu, dass durch die libanesische Gesetzgebung ein Boykott israelischer Produkte festgeschrieben ist. So fordert die Gruppe „Campaign to Boycott Supporters of Israel-Lebanon“ dass die Comic-Verfilmung im Libanon gar nicht gezeigt werden soll. Als Begründung heißt es, dass Hauptdarstellerin Gal Gadot ja aus Israel stamme und sogar eine zeitlang Soldatin der israelischen Armee war. 2014 postete sie zum Beispiel auf Facebook ein Statement zu der damaligen konfliktreichen Situation. Darin ließ die 32-Jährige ihre Gebete für die Soldaten und Mitmenschen laut werden: „An alle die ihre Leben riskieren, während sie mein Land gegen die grauenhaften Taten der Hamas-Kämpfer verteidigen, die sich wie Feiglinge hinter Frauen und Kindern verstecken.“

Unterdessen teilte die zuständige Behörde am Mittwoch mit, dass der Film in Libanon verboten wird.

Leider ist es dort oft üblich, dass Filme von dieser Zensur betroffen sind, denn nicht nur „Wonder Woman“ ist ein Teil davon, auch „Batman Vs Superman“ lief schon vor einem Jahr Gefahr verboten zu werden. Denn dort spielte die hübsche Brünette schon einmal mit. Letztendlich lief der Film trotzdem in den libanesischen Kinos.

Übriges: Gal Gadot ließ ihr ‚Wonder Woman‘-Kostüm abändern, um besser atmen zu können. Die 32-jährige Schauspielerin gibt zu, dass sie ihren Anzug anpassen ließ, da das gewagte Outfit vorher zu eng war. Gegenüber der Zeitung ‚Daily Express‘ erklärt sie: „Das Kostüm, dass ich in ‚Batman vs Superman‘ anhatte, war nicht bequem. Ich habe klar gesagt, dass ich Sauerstoff benötige, um den Film drehen zu können. Wir haben das Material geändert und den Anzug größer und weiter gemacht. Ich liebe das neue Kostüm, es ist superstraff und sexy zugleich.“

"Wonder Woman" kommt hier nicht in die Kinos
Foto: Warner Bros.

Lynda Carter machte den Charakter 1970 im Fernsehen zu einer weiblichen Ikone. Bevor sie die Rolle annahm, musste Gadot die Geschichte der Figur hart einstudieren. Ihr wurden „zwei Kisten mit Comics, darunter viele über ‚Wonder Woman'“ geschickt. Somit war sie gezwungen, für den Job „viel zu lesen“. Gal soll sogar schon über eine Fortsetzung des Klassikers nachdenken und eine Handlung im Kopf haben. Im Gespräch verrät sie: „Wer weiß, ob es einen zweiten Teil des Filmes geben wird. Wenn das so ist, dann würde ich gerne die Wonder Woman im Dritten Weltkrieg spielen. Wir brauchen sie um den Krieg zu bekämpfen! Das wäre eine passende Geschichte.“

Hierzulande startet „Wonder Woman“ am 15. Juni 2017.

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Foto: Warner Bros.