Freitag, 02. Juni 2017, 15:28 Uhr

Charts: Helene Fischer holt sich die Krone zurück

Letzte Woche noch ausgepfiffen, heute schon wieder oben: Wer gedacht hatte, dass sich Schlagerstar Helene Fischer mit nur einer Spitzenwoche in den Offiziellen Deutschen Charts, ermittelt von GfK Entertainment, begnügen würde, lag gründlich daneben. Mit ihrem selbstbetitelten Album holt sie neuen Schwung und hebt Rammstein („Rammstein: Paris“) vom Thron.

Charts: Helene Fischer holt sich die Krone zurück
Foto: Becher/WENN.com

Die Rock-Giganten besetzen nun die sechste Stelle. Gemeinsam mit dem höchsten Neueinsteiger, dem zweitplatzierten Marteria („Roswell“), stehen sie heute Abend bei „Rock am Ring“ auf der Bühne. Drei Kultbands teilen die Positionen drei bis fünf unter sich auf: Die Böhsen Onkelz überzeugen „Live in Dortmund II“, Kraftwerk haben ihr epochales Gesamtwerk „3-D Der Katalog“ im Gepäck, und die Beatles stellen anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von „The Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ eine Super Deluxe Edition ihrer legendären Platte vor.

Zu den Top-Neulingen zählt auch „DSDS“-Gewinner Alphonso Williams. Seine CD „Mr. Bling Bling Classics“, die Coverversionen bekannter Black-Music-Stücke aus den 60ern und 70ern enthält, startet auf Rang 15. Damit schneidet Williams schlechter als Vorjahressieger Prince Damien („Glücksmomente“, drei), aber besser als 2015-Abräumer Severino Seeger („Severino“, 19) ab.

Die Single-Charts werden von HipHopper Marteria aufgemischt, der acht Songs unterbringt, u.a. „Das Geld muss weg“ (37) und „Aliens“ (58). „Papa“ Bushido, der am kommenden Freitag sein neues Album „Black Friday“ auf den Markt wirft, steigt auf Platz 22 weiter nach oben als jeder andere New Entry.

Helene Fischer gibt wieder mächtig Gas und verlagert ihre Single „Herzbeben“ von der 25. an die achte Position. Das Podium setzt sich aus Luis Fonsi feat. Daddy Yankee („Despacito“), Robin Schulz feat. James Blunt („OK“) und Alice Merton („No Roots“) zusammen.

Die Offiziellen Deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab und sind das zentrale Erfolgsbarometer für Industrie, Medien und Musikfans. Basis der Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern sämtlicher Absatzwege. Dazu zählen der stationäre Handel, E-Commerce-Anbieter, Download-Portale und Musik-Streaming-Plattformen.