Montag, 05. Juni 2017, 16:14 Uhr

The Vamps über Karriere, Druck und das neue Album

Von vielen werden diese vier Jungs (James, Bradley, Connor und Tristan) als das neue „One Direction“ gehandelt – sie sind „The Vamps“. Die Boys aus Großbritannien sind gerade mit Little Mix auf Europatour und spielen auch bereits in den größten Arenen. Im Interview mit klatsch-tratsch.de haben wir über ihre Karriere, den Druck der Musikindustrie, das neue Album und auch über das traurige Attentat in Manchester gesprochen.

The Vamps über Karriere, Druck und das neue Album
Foto: Phil Lewis/WENN.com

Ihr habt gerade eure UK-Tour beendet und seid jetzt mit Little Mix in Deutschland unterwegs. Wie ist es, zur Abwechslung auch mit Frauen unterwegs zu sein?
Bradley: Wir kennen die Girls von Little Mix ja seid Jahren und verstehen uns alle super. Am Anfang waren wir super gespannt, wie das wird. Denn normalerweise sind nur wir Jungs immer zusammen. Und auch unser gesamtes Team sind fast nur Männer. Jetzt waren da auf einmal auch Frauen. Das ist super! Alles dauert jetzt ein bisschen länger. Allein schon, weil die Girls überall immer schon Stunden früher auftauchen müssen, um gestylt zu werden. Bei uns ist das so: Haare kämen und ab auf die Bühne.

Könnt ihr uns schon etwas über das neue Album erzählen?
Tristan: Es wird eine Art Doppelalbum. Die erste Hälfte kommt im Juli raus und die zweite Hälfte dann hoffentlich zum Ende des Jahres. Die Alben werden sehr unterschiedlich sein, aber zusammen eine Einheit bilden. Wir haben so etwas noch nie gemacht und hoffen, dass der Plan aufgeht.

Steven, du hattest ja letztes Jahr sehr mit dem Druck, der mit dem Job kommt zu kämpfen gehabt und hast überlegt, aus der Band auszusteigen. Geht es dir jetzt wieder besser?
Steven: Ja, das tut es. Letzes Jahr kamen viele Sachen zusammen. Ich hatte erst eine OP am Handgelenk und durfte deswegen für sechs Monate kein Gitarre spielen. Ich fühlte mich daher natürlich, weniger mit unserer Musik verbunden. Dann kam noch dazu, dass ich zum ersten Mal lange von zu Hause weg war und mich sehr alleine gefühlt habe. Das eigentlich Schlimme war aber, dass ich mit niemanden über meine Gefühle geredet habe. Erst als es gar nicht mehr ging, habe ich mich gegenüber den anderen geöffnet. Zum Glück, weil danach ging es mir auch viel besser. Ich habe daraus wirklich gelernt, dass ich meinen Gefühle nicht alleine mit mir rumschleppen muss, sondern dass es hilft, auch meine Verletzlichkeiten mit anderen zu teilen.

Nehmt ihr denn Freunde oder Familie mit auf Tour?
Tristan: Nein, umso wichtiger ist es, dass wir füreinander da sind.

The Vamps über Karriere, Druck und das neue Album
Foto: Universal Music

Zwei Tage vor eurem Tourbeginn war der Anschlag in Manchester. Habt ihr euch bei den Konzerten jetzt anders gefühlt?
Connor: Das war schrecklich. Wir selber haben erst vor zwei Wochen in genau der gleichen Location gespielt. Terroranschläge sind immer schlimm, aber jetzt fühlte es sich noch mal näher an, weil unsere Fans und die von Ariana auch tendenziell die gleichen sind bzw. im gleichen Alter sind.
Steven: Nein, wir sind trotzdem sehr froh, hier zu sein. Ich denke, dass es jetzt wichtig ist, weiter Konzerte zu spielen. Musik hilft Menschen, sich besser zu fühlen und gibt ihnen einen Zufluchtsort.

Noch eine Frage natürlich zu eurem Liebesleben. Welche Eigenschaften findet ihr an Frauen besonders attraktiv?
Connor: Humor und Selbstbewusstsein.
Bradley: Verständnis für meine Lebensumstände. Das ist bei uns sehr wichtig.

Glaubst du damit, dass eine Beziehung mit jemanden im Musikbusiness besser für dich ist?
Bradley: Nicht zwangsläufig. Ich möchte einfach nur, dass sie versteht, wie schnell sich alles im Business bewegt und welcher Druck auch auf uns lastet.