Montag, 12. Juni 2017, 15:38 Uhr

Trailer: Jella Haase in Gänsehaut-Drama über Loveparade-Unglück

‚Fack ju Göhte’-Star Jella Haase (24) spielt in ,Das Leben danach’, einem Film über die Duisburger Loveparade-Katastrophe 2010, die 18-jährige Antonia, die als Opfer stark traumatisiert zurückbleibt. Diese stand kurz vor dem Abitur und wollte einfach nur feiern, als sie in den verhängnisvollen „Tunnel“ der Love Parade geriet.

Trailer: Jella Haase in Gänsehaut-Drama über Loveparade-Unglück
Foto: WDR/Alexander Fischerkoesen

Sieben Jahre später ist sie immer noch unfähig, ein normales Leben zu führen und weiß nicht wohin mit ihrer Trauer und Zerstörungswut. Auch ihr Vater Thomas (gespielt von ‚Tatort’-Star Martin Brambach) und ihre Stiefmutter Kati sind überfordert und mit ihren Kräften am Ende. Das Leben des Taxifahrers Sascha Reinhardt (Carlo Ljubek) zerbrach ebenfalls vor sieben Jahren. Auch er war im Tunnel. Behauptet er. Als Antonia ihn als Lügner enttarnt, wird er zum Ziel ihrer destruktiv tobenden Energie, die auch vor Saschas Sohn Jasper nicht Halt macht.

Im Film sind dann auch schockierende Sätze von ihr zu hören wie: „Ich kann nichts dafür, dass ich lebe!“ und „Die, die tot sind, das sind die Guten, um die alle trauern können. Wir, die überlebt haben, sind die kaputten Arschlöcher, die nichts auf die Reihe kriegen…“

Das Gänsehaut-Drama ,Das Leben danach’ wird am 23. Juni auf dem Filmfest München uraufgeführt. Der WDR-Film soll aber laut ‚Bild‘-Zeitung noch dieses Jahr (voraussichtlich noch im Sommer) auch im Fernsehen ausgestrahlt werden.

Trailer: Jella Haase in Gänsehaut-Drama über Loveparade-Unglück
Foto: WDR/Alexander Fischerkoesen

Das Drehbuch dazu stammt vom Autorenduo Eva Zahn und Volker A. Zahn. Dabei Regie führte Nicole Weegmann. Alle drei erhielten für ihre frühere Produktion ,Ihr könnt Euch niemals sicher sein’ den Grimme-Preis. Wie das Landgericht Duisburg übrigens bekannt gab, soll der Prozess um die Loveparade-Katastrophe gegen zehn damalige Verantwortliche offenbar Anfang Dezember endlich beginnen. Der Vorwurf lautet dabei auf fahrlässige Tötung: 21 Menschen verloren bei der Massenpanik ihr Leben, wobei mehrere hundert Besucher verletzt und traumatisiert wurden. (CS)

Jella Haase: Loveparade-Unglück wird verfilmt
Foto: WDR/Alexander Fischerkoesen