Dienstag, 13. Juni 2017, 21:23 Uhr

Kritik "Mädelstrip": Goldie Hawn ist der Star des Films!

Langeweile, eine Entführung und dazwischen ein paar schräge Sketche: Die Krawallnudel Amy Schumer und Everybodys Darling Goldie Hawn geben sich die Kante in „Mädelstrip“!

Kritik "Mädelstrip": Goldie Hawn ist der Star des Films!
Foto: 20th Century Fox

Emily Middleton (Amy Schumer) ist egozentrisch, nervtötend und eine Verliererin per excellence. Ihre Mutter Linda (Goldie Hawn) ist exzentrisch, voller Zwangshandlungen und sehr charmant – das Gegenteil von nervtötend. Emily hat einen Südamerika Urlaub mit ihrem Freund geplant, das wird leider nichts und da niemand anderes mit ihr fahren will, kommt nur noch die eigene Mutter in Frage. Mit Emanzipation hat das Nullkommagarnichts zu tun. Die Mutter Linda will nicht: Ecador, um Himmels Willen, was da alles passieren kann! Linda sieht nämlich in jedem Abenteuer Gefahr. Emily sieht nur den Spaß, den sie mit Ingrimm entschlossen ist, auch zu haben.

Da muss die werte Frau Mutter einfach durch und so startet das ungleiche Gespann in die wilde Welt des Cluburlaubs.

Linda ist eine misstrauische und hypervorsichtige Mutter, sie ist die Kassandra in „Mädelstrip“, denn alle Gemeinheiten werden auch eintreffen: Entführung, Gefängnis, Verfolgung, Todesgefahr im Dschungel. Überhaupt gibt es im Ausland nur Verrückte und Kriminelle. Hatten Mutter und Tochter vor der Reise ihre Auseinandersetzungen, müssen sie sich in „Mädelstrip“ zusammenraufen und ihre Differenzen überwinden. Das klappt auf komische Weise, denn wo Goldie Hawn mitmacht, ist der Spaß nicht weit.

Sie ist der Star des Films, ist sich für keinen Scherz zu schade, so plump die Vorlagen von Amy Schumer auch sind. Natürlich kracht es ordentlich zwischen beiden, sie blamieren sich aufs Heftigste und natürlich finden sie sich letztendlich als Team zusammen. Verrückte Situationen erforden unkonformes Handeln. Beide Komikerinnen sind da in ihrem Element, jede auf ihre Weise.

Kritik "Mädelstrip": Goldie Hawn ist der Star des Films!
Foto: 20th Century Fox

Fazit: Nein, der große Wurf ist „Mädelstrip“ nicht geworden. Was ist das eigentlich: Horrortrip, Buddymovie oder Komödie? Es gibt schräge Sketche, die wirklich witzig sind, aber auch jede Menge peinlich gestelzter Szenen. Wer ein Fan der frechen Amy Schumer ist, wird nicht so recht auf seine Kosten kommen. Aber Goldie Hawn, die schon ewig nicht mehr zu sehen war, ist immer einen Kinogang wert. Die Frau ist einfach Bombe! (AB)