Dienstag, 13. Juni 2017, 10:12 Uhr

Sami Khedira über Cristiano Ronaldos Geltungsdrang

Fast fünf Jahre lang waren Sami Khedira und Cristiano Ronaldo Teamkollegen bei Real Madrid. Letzte Woche trafen sich der Turiner Mittelfeldmann und der derzeit beste Fußballer der Welt in einem packenden Finale der Königsklasse in Cardiff wieder.

Sami Khedira über Cristiano Ronaldos Geltungsdrang
Foto: IPA/WENN.com

Für die Juli-Ausgabe des Magazins ‚GQ‘, der übrigens die Beilage GQ Luxury beiliegt, porträtiert Sami Khedira den Menschen Cristiano Ronaldo samt Geltungsdrang und Perfektionismus. In der Ausgabe spricht Sami Khedira über seine erste Begegnung mit dem portugiesischen Nationalspieler: „Ich kam dort an und hatte nur dieses öffentlich vermittelte Bild von Cristiano. Das Bild des arroganten, unnahbaren und kühlen Selbstdarstellers.“ Ronaldo habe den Bus betreten, sei direkt auf Khedira zugekommen und begrüßte ihn mit Handschlag: „Wenn ich irgendwelche Fragen hätte oder Hilfe bräuchte, sagte er, dann solle ich ihn jederzeit ansprechen. Ich dachte: Wow! Cooler Typ.“

Sami Khedira weiter: „Abseits des Platzes, wenn es nicht mehr um den Wettkampf geht, ist er ein zugänglicher, entspannter und hilfsbereiter Typ, der seinen Sohn jeden Tag zur Schule bringt und wieder abholt, wenn es auch nur irgendwie machbar ist.“

Khedira weiß nun auch wie der Portugies, der zum zweiten Mal Vater (diesmal mit Zwillingen) geworden sein soll, tickt: „Cristiano ist eine Arbeitsmaschine und ordnet alles seinem Ehrgeiz und dem sportlichen Erfolg unter. (…) Er ist verrückt nach Erfolg, nach Titeln und Toren und so pusht er durch seine Ausstrahlung auch seine Mitspieler. (…) Man akzeptiert, dass er diesen Geltungsdrang hat.“ Dass Ronaldo auch abseits des Trainingsplatzes ehrgeizig ist, weiß Khedira: „Er ließ sich die Trainingsräume von Real Madrid so exakt wie möglich nachbauen (…) damit er es, wenn er zu Hause für sich trainiert, mit den identischen Bedingungen zu tun hat.“