Freitag, 16. Juni 2017, 19:55 Uhr

Daniel Brühl feiert Geburtstag

Mit „Good Bye, Lenin!“ wurde Daniel Brühl bekannt. Inzwischen dreht der Schauspieler auch in Frankreich, Spanien und Hollywood. Heute wird er 39 Jahre jung.

Daniel Brühl feiert Geburtstag
Foto: Newspix.pl WENN.com

Die Liste der internationalen Produktionen wird bei Daniel Brühl immer länger. So ergatterte er jüngst an der Seite von Luke Evans („Der Hobbit“) eine Hauptrolle in der US-Thrillerserie „The Alienist“. Vorlage ist der gleichnamige Bestseller-Roman von Caleb Carr aus dem Jahr 1994. Der Psychothriller dreht sich um einen Serienmörder in New York um 1900. Die Polizei will die brutalen Morde mit einem geheimen Team von Spezialisten aufklären. Brühl spielt den Kriminalpsychologen Dr. Laszlo Kreizler, Evans den Zeitungsreporter John Moore.

In der Rolle erkennt man ihn aber erst auf den zweiten Blick, denn in „The Alienist“ trägt Daniel Brühl einen ordentlichen Bart (siehe Foto), der sein noch immer jugendliches Aussehen ein bisschen verwildert. Heute wird der Schauspieler 39 Jahre alt.

International Aufsehen erregte Daniel Brühl vor allem als Niki Lauda in dem Rennfahrer-Drama „Rush – Alles für den Sieg“. Dafür wurde er sogar für einen Golden Globe nominiert. Schon während der Dreharbeiten hatte Regisseur Ron Howard („Apollo 13“) Brühl mit Oscar-Preisträgern wie Daniel Day-Lewis und Sean Penn verglichen.

Die Karriere des 1978 in Barcelona als Daniel César Martín Brühl González Domingo geborenen Filmschauspielers begann schon während der Kindheit in Köln. Nachdem der Sohn einer katalanischen Lehrerin und eines westdeutschen Fernsehregisseurs als Achtjähriger einen Vorlesewettbewerb gewonnen hatte, übernahm er Aufgaben als Hörspiel- und Synchron-Sprecher. Mit 15 bekam er die Hauptrolle in dem TV-Film „Svens Geheimnis“ und trat danach für längere Zeit regelmäßig in der ARD-Daily-Soap „Verbotene Liebe“ auf.

Nach dem Kritikerlob für seine Darstellung eines Psychotikers im Jahr 2002 in „Das weiße Rauschen“ wurde Brühl ein Jahr später mit „Good Bye, Lenin!“ zum gefeierten Schauspieler. Der Film erzählt die Geschichte von Alex (Daniel Brühl) aus Ost-Berlin, der für seine einige Monate nach der Wende aus dem Koma erwachte Mutter (Katrin Saß) die DDR weiterspielt und die Geschichte vom Fall der Mauer umschreibt.

Den internationalen Durchbruch brachte ihm 2009 der Part des Fredrick Zoller in Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“. Große Produktionen wie „Casino Barcelona – Die Glückssträhne“ (2012), „Inside WikiLeaks – Die fünfte Gewalt“ (2013) oder „The First Avenger: Civil War“ (2016) folgten.

Sein Privatleben hält Daniel Brühl weitestgehend unter Verschluss. In seinem 2012 veröffentlichten Buch „Ein Tag in Barcelona“, eine Hommage an seine Geburtsstadt, gab er allerdings ein paar Anekdoten aus seiner Kindheit preis. Und dass er im letzten Jahr Vater wurde, blieb auch lange Zeit eher unbemerkt.

Auswirkungen auf seine Arbeit aber hat der Nachwuchs schon: „Natürlich höre ich jetzt nicht auf zu arbeiten, ich bin ja ein rastloser Typ. Ich werde es nur von nun an besser dosieren“, sagte er der Illustrierten „Gala“.

Wichtig sind dem bekennenden Fan vom FC Barcelona, der ab und zu auch gerne selbst kickt, seine spanischen Wurzeln. Deshalb hat er mit einem ebenfalls in Berlin lebenden Freund aus Galizien vor einigen Jahren die „Bar Raval“ eröffnet. Schmunzelnd erzählt er gern: „Wenn mich die Sehnsucht nach Barcelona packt, esse ich hier Tapas. Dann geht’s mir gut.“

Seine Sehnsucht kann er inzwischen auch in dem kürzlich eröffneten Restaurant „Gràcia“ stillen. Keine Frage, auch als Gastronom ist Daniel Brühl erfolgreich. (dpa)