Freitag, 16. Juni 2017, 9:30 Uhr

Lorde: "Wenn es mir zu viel wird, gehe ich einfach"

Mit ihrem Debütalbum ist Lorde zum internationalen Star geworden, drei Jahre lang hat Lorde am Nachfolgewerk gefeilt. Nun bringt die 20-jährige Neuseeländerin „Melodrama“ heraus. Es ist auch der Abschied von ihrer Teenagerzeit.

Lorde: "Wenn es mir zu viel wird, gehe ich einfach"
Foto: Rachel Weiss

Im Interview der Deutschen Presse-Agentur spricht die 20-Jährige u.a.  übers Erwachsenwerden und Selbstkritik: „Ich erzähle ganz gerne die Wahrheit über mich. Es ist für mich selbstreinigend und wichtig. So zeichne ich eine kleine Landkarte zu mir selbst, die mit jeder Liedzeile vollständiger wird. Meine Songs können von niemand anderem gesungen werden, so persönlich sind sie – das finde ich toll. Andererseits ist es ein komisches Gefühl, so frank und frei über das eigene Leben zu sprechen. Irgendwie ist es seltsam, aufzustehen und es als Arbeit anzusehen, seine intimsten Geheimnisse auszuplaudern.“

Lorde ist auch weiterhin äußerst kritisch ihr selbst gegenüber und auch gegenüber ihrer Arbeit, „weil ich die einzige Person bin, die wirklich weiß, wozu ich fähig bin, deshalb sporne ich mich selbst immer wieder an. Klar könnte ich mich auch mit Liedzeilen zufriedengeben, die ‚gut‘ sind, aber ich will, dass sie „bewusstseinsverändernd supertoll“ sind.“

Vielleicht ist es über Social Media heute einfacher, mit den Fans in Kontakt zu bleiben, aber die wollen wohl auch immer mehr Einblick ins Privatleben eines Künstlers. als früher. Lorde hält jedoch das Gleichgewicht: „Ich habe nicht das Gefühl, dass mir die Leute zu viel abverlangen. Wenn es mir zu viel wird, gehe ich einfach nach Hause und lasse mich nicht zu sehr davon beeinflussen. Aber es ist schon etwas seltsam, dass die Leute meiner Altersgruppe es nicht anders kennen, es ist eine bizarre Art und Weise aufzuwachsen.“