Freitag, 16. Juni 2017, 8:27 Uhr

Scooter: Geplanter Auftritt auf der Krim sorgt für Wirbel

Die Techno-Herrenkapelle Scooter will im August auf der Krim spielen. Das hat zu einigen Protesten geführt, aber Frontmann H.P. Baxxter verteidigt den Auftritt.

Scooter: Geplanter Auftritt auf der Krim sorgt für Wirbel
Foto: AEDT/WENN.com

Die Band will bei einem Festival auf der von Russland annektierten Halbinsel auftreten – und erntet dafür harsche Kritik. Die grüne Europa-Abgeordnete Rebecca Harms sagte der ‚Bild‘-Zeitung, die Band um Frontmann H.P. Baxxter würde damit „Putins Seite ergreifen“. Sie warnte, „die Leute von Scooter sollten wissen, dass Künstler und Bürgerrechtler von der Krim zu jahrzehntelanger Lagerhaft in Sibirien verurteilt wurden. Ihr Auftritt dient auch dazu, all die schlimmen Menschenrechtsverletzungen auf der Krim zu übertünchen.“ Russland hat die ukrainische Halbinsel Krim 2014 annektiert – aus Sicht des Westens völkerrechtswidrig.

H. P. Baxxter, der eigentlich Hans-Peter Geerdes heißt, verteidigte den Auftritt seiner Band auf der Schwarzmeer-Halbinsel. „Wir haben die Anfrage bekommen und spielen da im Rahmen eines Festivals“, sagte Baxxter am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. „Wir sehen das als rein musikalischen Event, wir spielen für unsere Fans“, betonte der in Hamburg lebende 53-Jährige. Der Auftritt von Scooter („Hyper, Hyper“) ist für den 4. August geplant, im Rahmen des „ZB Festivals“ in der Küstenstadt Balaklava (Sewastopol). Baxxter betonte: „Wir wollen und werden uns politisch nicht vereinnahmen lassen.“

Am 25. August 2017 erscheint übrigens das neue Album “Scooter Forever”. (dpa/KT)