Sonntag, 18. Juni 2017, 22:42 Uhr

Großzügig: Jay Z holt Väter aus dem Knast

Jay Z (47) holt Väter aus dem Knast. Seinen eigenen? Nein, der ist bereits verstorben. Zum Vatertag, der heute in den USA gefeiert wird, bezahlt er die Kaution für Väter, die momentan hinter Gittern sitzen und auf ihren Prozess warten.

Großzügig: Jay Z holt Väter aus dem Knast
Foto: Pacific Coast News/WENN.com

Jay Z ist gerade wieder Vater geworden. Zu diesem Anlass und zum Vatertag in den USA, versprach der Rapper dafür zu sorgen, dass möglichst viele Papas zu Hause bei ihren Kindern sein können. Anstatt im Knast. „Als ein Vater mit wachsender Familie, ist dies das mindeste, was ich tun kann. Aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn wir müssen die Ungerechtigkeiten im Rechtssystem langfristig bekämpfen. Wir können unser kaputtes Justizsystem nicht reparieren, solange wir nicht gegen das ausraubende Kautions-System vorgehen.“

An dem Prinzip Haftkaution kritisierte Jay Z in seinem Essay in der „Times“ allgemein: „Jeden Tag werden über 400.000 Menschen, unverurteilt, in Gefängnissen festgehalten, weil sie es sich nicht leisten können, ihre Freiheit zu kaufen. Schwarze und dunkelhäutige Menschen werden viel öfter von der Polizei kontrolliert, werden öfter verhaftet und werden öfter Verbrechen beschuldigt. Dann werden sie auch noch gezwungen für ihre Freiheit zu zahlen, bevor sie überhaupt einen Richter gesehen haben. Der große Gewinner davon sind Kautionsgeld-Leiher.“

Der Ehemann setzt sich seit der Arbeit an seinem Dokumentar-Film „Time: The Kalief Browder Story“ verstärkt gegen die Benachteiligung der schwarzen Bevölkerung im Rechts- und Justizsystem ein. (LK)

Übrigens veröffentlicht Jay Z am 30. Juni das neue Album 4:44 bei Tidal.