Montag, 19. Juni 2017, 23:06 Uhr

Jay Z: Ist er ein Revolutionär oder einfach nur geldgierig?

Am 30. Juni kommt das neue Album von Jay Z (47) auf den Markt (wir berichteten). Seine insgesamt 13. Platte wird aber nirgendwo zu kaufen oder zu hören sein, außer auf seinem eigenen Streaming-Dienst Tidal. Gerecht oder uncool?

Jay Z: Ist er ein Revolutionär oder einfach nur geldgierig?
Foto: FameFlynet/WENN.com

Der Rapper und frischgebackene Zwillingsvater gehört zu den reichsten Musikern der Welt und trotzdem legt er harte Bandagen im Kampf gegen Spotify, Apple Music und Co an. Wie viele andere Popstars auch stört er sich daran, dass der Musiker selbst so gut wie nichts an den Streams seiner Werke verdient. Deswegen kaufte er sich 2015 quasi seinen eigene Plattform. Zusammen mit anderen Künstlern wie Beyonce (35), Nicki Minaj (34), Madonna (58) und Kanye West (40).

Und wie setzt man sich am Besten gegen die Konkurrenz durch? Klar, mit Angeboten, die die anderen bestenfalls nicht haben. In diesem Fall Musik. Schon Kanye Wests letztes Album „Life of Pablo“ war die erste Woche nur auf Tidal zu hören. Jay Z selbst geht jetzt noch einen Schritt weiter und sagt, dass sein Album „4:44“ nur dort zu hören sein wird. Sonst nirgendswo. Damit will Jigga seine Fans quasi erpressen, sich bei Tidal einen kostenpflichtigen Account zuzulegen. Und ergo ihren Account bei Spotify, Apple und Co zu kündigen.

Ist das zu hart? Schließlich macht man Musik doch nicht primär fürs Geld. Andererseits ist das Musilbusiness hart und man bekommt nichts geschenkt. Im Haifischbecken muss man eben Haifisch sein und nicht Lamm. (LK)