Dienstag, 20. Juni 2017, 21:50 Uhr

Beth Ditto in unserem Interview: "Ich habe viel Geld verloren!"

Beth Ditto ist verschnupft. „Ich bin immer krank, wenn ich reise“, sagt sie und macht es sich auf der Couch eines Hamburger Hotels gemütlich.

Beth Ditto in unserem Interview: "Ich habe viel Geld verloren!"

An das Rumreisen wird sich die 36-jährige Powerfrau mit der Mega-Stimme wieder gewöhnen müssen. Denn mit „Fake Sugar“ hat sie gerade ihr erstes Soloalbum auf den Markt gebracht – fünf Jahre nach dem finalen Werk ihrer ehemaligen Band Gossip. Im Interview mit klatsch-tratsch.de-Reporterin Katja Schwemmers erzählt sie von Stimmproblemen, missglückten Geschäften und ihren traditionellen Vorlieben. (Weiter unten verlosen wir das neue Album!)

Beth, du warst lange weg. Zwischenzeitlich hast du dich als Modedesignerin mit eigener Plus-Size-Kollektion verdingt. Hat dich das auf Dauer nicht befriedigt?
Ich habe es schweren Herzens an den Nagel gehängt. Die Klamotten zu entwerfen, habe ich geliebt. Aber die geschäftliche Seite war der Horror. Meine Kollektion sollte nicht in Indien gefertigt werden, sondern in Amerika. Die Herstellung ist dann natürlich teurer, aber das sehen die Kunden nicht. Sie denken, du machst massig Geld damit. Ich habe null Geld damit verdient. Im Gegenteil: Ich habe viel Geld dabei verloren. Manche Designer kämpfen dann weiter, aber das wollte ich nicht. Es war zu hart und zu ermüdend. Es fühlte sich einfach nur noch falsch an.

Aber dafür haben wir dich jetzt als Sängerin wieder. Dein Stimmapparat ist ja hoffentlich in den letzten Jahren nicht eingerostet?
Ich musste mich einer Operation unterziehen! Da war ich gerade in der Mitte der Aufnahmen für das neue Album. Ich durfte weder singen noch sprechen – das war natürlich gar nichts für mich. (lacht)

Was hattest du denn?
Vermutlich dasselbe wie Sam Smith und Adele, die auch so eine Operation hatten: Knoten auf den Stimmbändern. Ich bin also in bester Gesellschaft. Es ist fast schon eine Auszeichnung, dieselbe Operation wie sie zu haben. (lacht) Nur der Preis dafür ist übel: drei Wochen Sprechverbot.

Beth Ditto in unserem Interview: "Ich habe viel Geld verloren!"
Foto: SonyMusic

Vielleicht war dein Umfeld aber mal ganz froh, dass du nicht drauflosplappern konntest?
Überhaupt nicht! Meine Frau hat es verrückt gemacht. Ich habe alles aufschreiben müssen. Und am meisten hat es mich gewurmt, wenn ich einen Konter auf einen Witz im Kopf hatte, die Worte aber nicht aussprechen konnte. Das war echt ein Trauma für mich! In der dritten Woche des Schweigens war ich fast schon depressiv. Und als ich endlich wieder reden durfte, habe ich jedes Mal einen Schreck bekommen, wenn ich was gesagt habe – bis mir einfiel: Ach ja, ich darf ja wieder sprechen.

Wie sah es dem mit Pfeifen aus?
Durfte ich auch nicht. Obwohl ich so gerne „Wind Of Change“ von den Scorpions pfeife. Ich sage das völlig ironiebefreit: Ich liebe die Scorpions!

Beth Ditto in unserem Interview: "Ich habe viel Geld verloren!"
Foto: SonyMusic

Magst du auch Elvis Presley? In deinem Video zur ersten Single „Fire“ siehst du in deinem Anzug nämlich ein bisschen so aus wie er.
Ja, wie der fette Elvis! Das ist eh die Elvis-Phase, die ich am Interessantesten finde. Wobei die eigentliche Inspiration für das Video war, das Aussehen und die Attitüde von Dolly Parton mit den Anzügen von Gram Parsons und dem Make-up von PJ Harvey zu verbinden. Ich wollte einfach den höchsten Glamourfaktor. Das ist mir gelungen, oder?

Beth Ditto in unserem Interview: "Ich habe viel Geld verloren!"
Foto: SonyMusic


klatsch-tratsch.de verlost 3 Alben von Beth Dittos „Fake sugar“

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