Dienstag, 20. Juni 2017, 18:25 Uhr

"Sing meinen Song": Staffel-Highlight Michael Patrick Kelly

In der heutigen fünften Folge von „Sing mein Song“ dreht sich alles um Ausnahmekünstler Michael Patrick Kelly. Die Show entpuppt sich zu einem absoluten Highlight dieser Staffel und einer der besten Tauschkonzert-Shows überhaupt. (Achtung, am Ende verlosen wir CDs zur Show!)

"Sing meinen Song": Staffel-Highlight Michael Patrick Kelly
Foto: VOX / Robert Grischek

Die Karriere des Singer-Songwriters begann als Straßenmusiker, später füllte er mit seiner Familie, der „Kelly Family“, ganze Stadien und spielte bis zu 400 Konzerte pro Jahr. In Südafrika erzählt er seinen Künstlerkollegen aber nicht nur von seinen unglaublichen Erfolgen, sondern auch von seinen dunkelsten Momenten: „Auf dem Höhepunkt meiner Karriere kam eine große Leere und meine Lust aufs Leben war weg.“ Doch nicht nur für Michael Patrick Kelly selbst ist der Abend eine Achterbahnfahrt der Gefühle, auch bei den anderen Musikern bleibt kaum ein Auge trocken. Denn die „Sing meinen Song“-Gastgeber Alec Völkel und Sascha Vollmer von „The BossHoss“, Mark Forster, „Silbermond“-Frontfrau Stefanie Kloß, Lena, Gentleman und Moses Pelham interpretieren die Hits des Musikers derartig neu, dass Gentleman es wie folgt zusammenfasst: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal bei einem ‚Kelly Family‘-Song Gänsehaut bekomme.“


Den Abend eröffnet Musikproduzent und Rapper Moses Pelham. Er hat sich den Hit „David‘s Song“ von „The Kelly Family“ vorgenommen. „Das ist ein wunderbares Stück, bei dem einem das Herz aufgeht. Ich habe mir damals sogar die Platte gekauft“, erzählt der 46-Jährige. Für den Song hat er nicht nur den Text geändert, sondern ihn auch in eine jazzige Piano-Ballade umgearbeitet. Daher überlässt er die Bühne seinem „Glashaus“-Bandmitglied Cassandra Steen.

Für Michael Patrick Kelly gibt es kein Halten mehr: „Das war sehr besonders, sehr minimalistisch und ganz ohne Beats, was erstaunlich für Moses ist.“

Michael Patrick Kelly, Stefanie Kloß, Moses Pelham. Foto: Markus Hertrich
Michael Patrick Kelly, Stefanie Kloß, Moses Pelham. Foto: Markus Hertrich

Mark Forster singt „Fell in Love with an Alien“: „Mein Vater war einerseits ein Hippie und andererseits sehr konservativ. Eine dieser Hippie-Ideen war, immer unterwegs zu sein“, erzählt Michael Patrick Kelly von seinen 1990ern. Genau in diese Zeit fiel auch der Hit „Fell in Love with an Alien“, an den sich nun Mark Forster wagt. „Das Video hat 1,2 Millionen Mark gekostet. Ich bereue, dass wir damals so viel Geld für sowas Verrücktes ausgegeben haben“, berichtet der irisch-amerikanische Sänger.

Bei Lena weckt das Video noch ganz andere Gefühle: „Oh mein Gott, ich habe gerade einen Crush auf den Teenie-Paddy. Ich wäre so ein hartes Fan-Girl von dir gewesen.“

"Sing meinen Song": Staffel-Highlight Michael Patrick Kelly
Mark Forster. Foto: Markus Hertrich

Stefanie Kloß überzeugt mit dem Kelly-Riesenhit „An Angel“. „Die Leute haben ihn geliebt oder gehasst“, so Michael Patrick über den nächsten Song des Abends. Im Alter von 15 Jahren schrieb er 1994 den Hit „An Angel“ und die „Silbermond“-Frontfrau gehörte zu denjenigen, die ihn geliebt haben. „Jeder kann den Refrain mitsingen. Ich hätte es nicht übers Herz gebracht, wenn der Song heute nicht dabei gewesen wäre. Und ich muss gestehen, dass ich einen Sammelhefter von euch hatte“, so die Sängerin, die sichtlich nervös ist: „Ich weiß, ich ziehe mir heute sehr große Schuhe an, vielleicht sind sie auch zu groß. Denn wir wollten eine Version des Songs kreieren, die du noch nie gehört hast.“ Michael Patrick Kelly schwärmt danach: „Das war hohe Kunst. Steff und die Jungs von ‚Silbermond‘ haben sich ein Quartett-Arrangement ausgedacht, um mir so ein unbeschreibliches Geschenk zu machen. Ich bin ihnen so dankbar.“

Michael Patrick Kelly, Alec Völkel, Sascha Vollmer, Lena und Stefanie Kloß. Foto: Markus Hertrich
Michael Patrick Kelly, Alec Völkel, Sascha Vollmer, Lena und Stefanie Kloß. Foto: Markus Hertrich

Dann geht es für den Künstler des Abends selbst auf die Bühne. Ausgestattet mit Gitarre singt er seinen neuen Song „Golden Age“. Doch zuvor erzählt er seinen Musikerkollegen von der Schattenseite seines frühen Ruhms: „Die Leute denken, Geld und Erfolg seien Symbole für Glück. Doch bei mir war es so, dass bei dem großen Piek eine Leere in mir war. Ein Album, das sich eine Million Mal verkaufte, war ein Flop. Der Druck war enorm. 1999 hatte ich dann ein ‚Dark Age‘ bis hin zu Suizidgedanken. Meine Lust aufs Leben und der Sinn des Lebens waren weg. Nun werde ich 40 und biblisch bedeutet das, dass man ins Golden Age kommt.“

Gentleman singt „Shake Away“. 2015 meldete sich Michael Patrick Kelly mit diesem Song als Solokünstler zurück. „Man kann mein Leben in drei Phasen aufteilen: ‚The Kelly Family‘, die Zeit im Kloster und jetzt das ‚Golden Age‘. ‚Shake Away‘ ist die erste Note dieser goldenen Zeit“, erklärt der Sänger.

Michael Patrick Kelly, Sascha Vollmer, Moses Pelham, Alec Völkel, Mark Forster und Lena. Foto: Markus Hertrich
Michael Patrick Kelly, Sascha Vollmer, Moses Pelham, Alec Völkel, Mark Forster und Lena. Foto: Markus Hertrich

Reggaestar Gentleman fühlte sich von dem Song sofort angesprochen, hat vor seinem Auftritt nun aber großen Respekt: „Ich finde, er ist einer der besten Sänger in der Show, deshalb habe ich ein bisschen Schiss.“ Dann plötzlich das: Gleich zu Beginn des Auftritts bricht Michael Patrick Kelly in Tränen aus. „Ich weiß nicht, was mit mir da passiert ist. Ich musste an meine Eltern und mein Leben denken und ich habe mich durch seine Version neu verstanden“, so der 39-Jährige.

Anschließend kommt Lena. „Der Song ‚Mama‘ war 56 Wochen lang auf Platz 1 in den Bravo-Charts“, freut sich Michael Patrick Kelly noch heute. Er schrieb ihn für seine Mutter, die verstarb, als er fünf Jahre alt war. „Ich fange ja auch gerade an, autobiografische Sachen zu schreiben und der Song ‚Mama‘ ist so klar und eindeutig und auch für mich sehr emotional“, begründet Lena ihre Entscheidung für diesen Hit. „Ihre Stimme hat mich wie ein Schwert ins Herz getroffen. Ich habe 20 Jahre nicht mehr über den Tod meiner Mutter geweint“, ist der 39-Jährige sichtlich von Lenas Interpretation berührt. Und sogar der „BossHoss“-Rocker Alec Völkel ist begeistert: „Da hast du fast sogar einen Cowboy zu Tränen gerührt.“

V.l.: Alec Völkel, Michael Patrick Kelly und Sascha Vollmer.
V.l.: Alec Völkel, Michael Patrick Kelly und Sascha Vollmer.

Am Ende des Abends wird es dann noch einmal richtig rockig! Die „The BossHoss“-Jungs Alec Völkel und Sascha Vollmer haben den Song „No Fuzz No Buzz“ gewählt, ein Song aus dem ersten Solo-Album von Michael Patrick Kelly. „Wir haben uns einen untypischen Song von Paddy ausgesucht. Der offenbart uns seine Rock’n‘Roll-Seele“, so Alec Völkel zur Songauswahl. Schon zu Beginn des Auftritts springt Michael Patrick Kelly auf und tanzt mit. Und schließlich gibt es für die Cowboyrocker noch während des Auftritts eine Wasserdusche vom Sänger des Abends. „Die Jungs haben das Lied sowas von an die Wand genagelt“, staunt er.

Auch in „Die Michael-Patrick-Kelly-Story“ dreht sich im Anschluss an „Sing meinen Song“ um 22:05 Uhr alles um den Sänger des Abends. Kurz vor seinem 40. Geburtstag blickt Michael Patrick Kelly im Interview mit Jeannine Michaelsen auf sein bewegtes Leben zurück. Eigentlich sind es drei Leben: Als Paddy Kelly, dem Frontmann einer Ausnahmefamilie. Als streng gläubiger Mönch namens John Paul Mary. Und als Michael Patrick Kelly, dem Solokünstler von heute.

"Sing meinen Song": Staffel-Highlight Michael Patrick Kelly


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