Montag, 26. Juni 2017, 20:34 Uhr

So geht's den zwei Pandas in Berlin

Begleitet von einem großen Medienrummel erreichten die beiden chinesischen Pandas am Wochenende Berlin. Geduld müssen nun die Zoo-Besucher haben. Bei der Besichtigung der Pandas hat die hohe Politik Vortritt.

Nach ihrer Ankunft in Berlin sind die beiden Pandabären Meng Meng und Jiao Qing im Berliner Zoo auf dem besten Weg der Eingewöhnung. Am Montag sollten die beiden Bären zum ersten Mal ihren Stall verlassen und das Innengehege betreten. „Den Tieren geht es sehr gut“, sagte Zoo-Sprecherin Philine Hachmeister. „Die chinesischen Pfleger und unsere Pfleger sind ganz begeistert, dass die Pandas so entspannt sind.“

Die Glaswände des Innengeheges sind nach Angaben des Zoos zunächst abgeklebt, damit die Pandas sich weiter in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können. Das Außengehege ist zur Zeit noch gesperrt. Die Pandas befinden sich in Deutschland noch in Quarantäne, auch wenn sie das bereits schon in China vier Wochen lang waren. Außerdem sind sie geimpft und wurden gründlich untersucht. „Sie haben alle Tests gut bestanden und haben keine Krankheiten“, sagte Hachmeister. (Hier geht’s zum Pandablog).

Die chinesischen Tierpfleger sollen laut Planung für zwei Monate im Berliner Zoo mitarbeiten. Auch die mitgelieferte Tonne Bambus reicht noch länger. Der Zoo hat auch schon eigenes Futter geliefert bekommen. „Unsere Bambus-Vorräte sind gut gefüllt.“ Die Pandas fressen bis zu 40 Kilogramm davon am Tag.

Die von China für eine Million US-Dollar im Jahr an den Zoo vermieteten Riesenpandas wurden in zwei Transportboxen nach Berlin geflogen und am Samstag ausgeladen. Im Zoo leben sie in einem neun Millionen Euro teuren neuen Gehege, das extra für die einzigen Pandas in Deutschland gebaut wurde.

Am 5. Juli wird das Gehege offiziell eröffnet – mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Chinas Staatspräsident Xi Jinping, der wegen des G20-Gipfels dann in Deutschland ist. Zoobesucher können die Pandas ab dem 6. Juli sehen.

Der Zoo informiert in einem Internet-Blog über alle Neuigkeiten rund um die Pandas. Veröffentlicht werden Texte, Fotos und Videos – etwa vom Backen der „Panda-Muffins“, einem Tierfutter aus Reis-, Soja-, Weizen- und Maismehl sowie Sojaöl und Calcium.

Auf der Internet-Seite des Zoos haben die Kommentare einen unterschiedlichen Tenor. Viele freuen sich. Einer schreibt aber auch: „Es ist schade, dass im Zoo eine Zweiklassengesellschaft herrscht. Ich hätte mir z.B. eine Erneuerung des Großkatzenhauses viel eher gewünscht als dies sündhaft teure neue Bärenhaus. Von den laufenden Kosten und der „Miete“ für die Pandas mal ganz abgesehen.“ Andere fragen nach einer Kamera, die über das Internet Live-Bilder aus dem Panda-Gehehe sendet.