Mittwoch, 28. Juni 2017, 21:47 Uhr

Soundgarden-Frontmann Chris Cornell war depressiv

Chris Cornell wollte laut seiner Frau „nicht sterben“. Der Soundgarden-Star wurde letzten Monat, wenige Stunden nach einem Auftritt, tot in seiner Wohnung in Detroit aufgefunden. Cornell soll sich dort – womöglich ungewollt unter der Wirkung von Medikamenten – selbst umgebracht haben.

Soundgarden-Frontmann Chris Cornell war depressiv
Foto: WENN

Seine Frau Vicky glaubt, dass sich sein geistlicher Zustand besonders aufgrund von verschreibungspflichtigen Medikamenten verschlechtert habe. Gegenüber dem ‚People‘-Magazin äußert sie sich so: „Mein Chris was glücklich, liebevoll, besorgt und warmherzig […] Er wollte nicht sterben. Wäre er bei gesundem Verstand gewesen, hätte er das nicht gemacht.“

Der abhängige Sänger sei zwar seit 2009 nüchtern gewesen, jedoch sollen laut Vicky andere Medikamente seinen gesundheitlichen Zustand beeinträchtigt haben. Chris nahm gegen Schlafstörungen den Arzneistoff Lorazepam, eine der vielen Substanzen, die nach dem Tod in seinem Blut identifiziert wurden. Er habe sehr wenig Ruhe gehabt und Vicky sagt, dass dies „ein Zeichen, dass etwas nicht stimmte“ war.

In der Nacht seines Todes weckte er Vicky auf, indem er die Lichter in ihrem gemeinsamen Haus über eine Handy-App ständig an- und ausschaltete. Seine Frau war deshalb verunsichert und klingelte ihn an. „Ich sagte ihm ‚Du musst mir sagen, was du genommen hast‘, und er wurde sehr wütend. Das war nicht mein Chris…“ Aus Besorgnis versuchte sie dann, seinen Bodyguard Martin Kirsten anzurufen, der ihr mitteilte, dass der Rocker eine Doppeldosis des Arzneimittels genommen habe. Als Chris einen zweiten Anruf nicht entgegennahm, schlug Martin zwei verschlossene Türen ein und fand Chris zusammengesackt im Badezimmer auf. (Bang)