Donnerstag, 29. Juni 2017, 23:03 Uhr

Video: "Hamilton" geht auf Konfrontation mit Donald Trump

In dem düster gehaltenen Clip rappen der kanadisch-somalische Musiker K’naan und Kollegen über die Situation von Einwanderern.

Video: "Hamilton" geht auf Konfrontation mit Donald Trump
Rapper K’naan. Foto: Youtube/Hamilton

Ein neues Musikvideo der Macher hinter dem Erfolgsmusical „Hamilton“ geht auf Konfrontationskurs zu US-Präsident Donald Trump und dessen Einwanderungspolitik. „Immigrants (We Get the Job Done)“ heißt der Titel, was übersetzt so viel wie „Einwanderer (Wir erledigen den Job)“ bedeutet.

Erschienen ist es auf dem im Dezember veröffentlichten „Hamilton Mixtape“ von „Hamilton“-Hauptdarsteller Lin-Manuel Miranda. Er hat Stücke des Musicals mit Musikern wie The Roots, Usher, Regina Spektor, Alicia Keys, John Legend und Chance the Rapper neu vertont.

In dem nun veröffentlichten Video ist erst eine Gruppe von Reisenden in einem düsteren Zug zu sehen, die Radio hören. „Es ist wirklich erstaunlich, dass der Begriff „Einwanderer“ in einem von Einwanderern gegründeten Land irgendwie ein schlimmes Wort geworden ist“, sagt der Kommentator. „Ich habe einen Job, zwei Jobs, drei, wenn ich sie brauche / Ich habe fünf Mitbewohner in meiner Ein-Zimmer-Wohnung, aber ich sehe sie fast nie“, rappt der kanadisch-somalische Musiker K’naan darin. Es ist das erste Musikvideo zu „Hamilton Mixtape“.

Zu sehen sind Arbeiter in Berufen, die in den USA häufig Einwanderer übernehmen: Bauarbeiter, Metzger und Menschen bei der Obsternte in Feldern, aber auch Krankenschwestern und Schneiderinnen, die amerikanische Flaggen nähen. Zu sehen sind außerdem Beamte vom Grenzschutz der USA, die Menschen festnehmen und abführen.

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Lin-Manuel Miranda hat Stücke des Musicals „Hamilton“ mit Musikern wie The Roots, Usher, Regina Spektor, Alicia Keys, John Legend und Chance the Rapper neu vertont. Foto: Chris Pizzello/Invision

Das „Hamilton“-Ensemble hatte Vizepräsident Mike Pence bei einer Aufführung am Broadway im November von der Bühne aus auch direkt angesprochen und die Einhaltung der „amerikanischen Werte“ angemahnt. (dpa/KT)