Samstag, 01. Juli 2017, 12:50 Uhr

Jay Z: Mutter ist lesbisch und Abrechnung mit Kanye West

Gestern erschien das 13. Studioalbum von Jay Z (47). Darin lüftete der Rapper das Geheimnis, warum er einer der wenigen Rapper ist, der sich schon seit Jahren für die Belange der LGBTQ-Community einsetzt: Seine geliebte Mutter Gloria Carter ist nämlich lesbisch.

Jay Z: Mutter ist lesbisch und Abrechnung mit Kanye West
Jay Z und Mama Gloria Carter. Foto: WENN.com

Jay Z Fans wissen bereits, wie wichtig dem dreifachen Vater seine Mutter ist. Schon auf seinem „The Black Album“ aus dem Jahr 2003 hörte man sie sprechen und aus seinen sehr persönlichen Texten kam immer raus, dass seine alleinerziehende Mutter stets sein Fels in der Brandung war.

Auf dem Track „Smile“ outete der Musiker seine Mama jetzt als lesbisch. Er rappt: „Mama hat vier Kinder, aber sie ist lesbisch/ Sie musste es so lange verstecken, als wäre sie eine Schauspielerin/ Sie konnte sie nicht outen, also begann sie Tabletten zu nehmen/ Die bösen Blicke der Gesellschaft und der Schmerz waren zu viel für sie/ Ich habe Freudentränen geweint, als du dich verliebt hast/ Mir ist egal, ob es eine er oder eine sie ist/ Ich will dich nur glücklich sehen, trotz alles des Hasses/ Marie Antoinette, Baby, lass sie Kuchen essen.“

Wer sich jetzt fragt, was Marie Antoinette mit der Sache zu tun hat, dem sei gesagt, dass „to eat cake“ Slang ist. Man könnte es frei mit „den Kuchen einer Frau essen“ übersetzen. Welcher „Kuchen“ damit gemeint ist, kann man sich ja denken.

Und auch das ist neu: Jay Z und Kanye West (40) waren früher beste Freunde. Seit knapp einem Jahr soll aber Funkstille herrschen. Gleich mehrere Male disst Beyonces Ehemann seinen ehemaligen Kumpel. Schon der erste Track „Kill Jay-Z“ ist eindeutig an diesen gerichtet. Hier die Lyrics.

„Du läufst rum, als wärst du unbesiegbar. Du hat die Schule abgebrochen und hast deine Prinzipien verloren. / Ich weiß, Leute haben dich verraten, mir tat das auch weh / Aber diese „Fickt euch alle“-Attitude ist nicht normal / Du bist nicht mehr der Selber, das ist nicht KumbaYe / Du wurdest verletzt, weil du dich als Ye cool gefühlt hast/ Du hast ihm 20 Millionen gegeben, ohne mit der Wimper zu zucken / Er hat dir 20 Minuten auf der Bühne gegeben, was zum Teufel hat er sich dabei gedacht / „Was ist falsch mit allen?“ hast du gefragt. / Wenn alle verrückt sind, bist du der Eine, der geisteskrank ist.“

Dieser Part enthält gleich mehrere Spitzen. Die Zeile „Die Schule abgebrochen“ ist eine Anspielung auf Kanye Wests erstes Album „College Dropout“ aus dem Jahr 2004. Die Worte „20 Minuten auf der Bühne“ und „der Eine der geisteskrank ist“ beziehen auf einen Vorfall im November. Bei seinem Konzert in San Diego hielt Kanye West einen 20-minütigen Vortrag auf der Bühne, in welchem er sich unter anderem direkt an Jay Z richtete und sagte, dass dieser ihn zurückrufen solle und er bitte nicht seine Auftragsmörder auf ihn schicken soll. Nur zwei Tage später erlitt der Ehemann von Kim Kardashian (36) einen Nervenzusammenbruch und wurde in die geschlossene Anstalt eingewiesen.

Und das ist noch nicht alles. Im Song „4:44“ hört man Jay Z rappen: „Ich war nie ein Fan. Meine Frau ist eine Queen, keine Kardashian.“ Eindeutiger könnte der dreifache Vater nicht werden. (LK)