Mittwoch, 05. Juli 2017, 13:00 Uhr

Jan Josef Liefers: Dank seines Pausenbrotes beschwipst

TV- und Kinostar Jan Josef Liefers gönnte sich in jungen Jahren lieber hochprozentige Marmelade anstatt Koma-Saufen zu gehen. Der 52-jährige Vierfach-Vater schlüpft in der Bestseller-Verfilmung ‚Das Pubertier‘ (Filmstart am 6. Juli) in die Rolle eines Teenie-Vaters.

Jan Josef Liefers: Dank seines Pausenbrots beschwipst
Herr Liefers im Bett mit Kollegin Heike Makatsch. Foto: Constantin Film Verleih

Er selbst hat allerdings kaum Erinnerungen an diese Zeit. „Das ist eher nebulös, wie ein Niemandsland. Ich habe mich damals von der Realität entkoppelt. Meistens mit Musik – das war mein Shuttle. Jedenfalls habe ich es als wahnsinnig ungerecht empfunden, wenn die Leute sagten: ‚Werd erst mal trocken hinter den Ohren!‘ Daran muss ich heute manchmal denken, wenn ich mit jungen Menschen zu tun habe. Ich versuche, nicht auch so zu sein“, so der Schauspieler im Interview mit der Berliner Illustrierten ‚Gala‘.

Da seine Eltern sich scheiden ließen, als er drei Jahre alt war, hatte Liefers mit seinem Vater eher wenig Kontakt. Stattdessen wuchs er mit seiner Mutter und seinen Großmüttern auf. „Was heute an Männlichkeit in mir steckt, war immer schon eingebaut. Es gab eben nur keine prägende Männerfigur in meinem Leben. In Filmen vielleicht“, erzählt er.

Auf die Frage nach seinen frühen Erfahrungen mit Alkohol antwortet der erfolgreiche ARD-Tatort-Rechtsmediziner: „Koma-Saufen gab es nicht, hätte ich auch schon damals hirnlos gefunden.“

Jan Josef Liefers: Dank seines Pausenbrots beschwipst
Foto: Constantin Film Verleih

Allerdings hätten die Eltern eines Freundes Likör mit Obst angesetzt und sein Freund habe dieses dann „ohne das Wissen der Eltern zu Marmelade verarbeitet“. „Morgens vor der Schule haben wir unsere Brote damit beschmiert. Wir waren den halben Tag nicht zu gebrauchen! Aber es ist alles gut gegangen“, erinnert sich der Schauspieler. Seiner Meinung nach müssten Eltern einfach darauf vertrauen, dass alles gut geht. Schließlich sei das in 95 Prozent aller Fälle so.