Mittwoch, 05. Juli 2017, 18:40 Uhr

Musiktipp Luca Vasta: Italo-Sound aus Berlin

Für iTunes gehörte Luca Vasta schon 2014 mit Cut My Hair“ zu den vielversprechendsten Newcomern. Nach dem Erfolg ihrer Hitsingle aus ihrem Debütalbum „Alba“ meldet sich die Halbitalienerin mit einer neuen Single zurück, bei der sie erstmals in ihrer zweiten Muttersprache singt.

Musiktipp Luca Vasta: Italo-Sound aus Berlin
Foto. Philipp Steinke

„Modica“, benannt nach dem Geburtsort ihres Vaters, schlägt die Brücke zwischen sizilianischer Nostalgie und Berliner Zeitgeist. Die Kontraste zwischen diesen Welten ziehen sich bis in die musikalischen Details. Eine klassische Mandoline und treibende Drums fließen in ein orchestrales Finale. Inspiriert durch Filmmusik von Ennio Morricone und italienischen Pop Klassikern schaffen Luca Vasta und ihr Produzent Philipp Steinke (Boy, Andreas Bourani, Bosse) einen neuen Sound.

Die sommerliche Leichtigkeit von „Modica“ bekommt durch Luca Vastas temperamentvollen Gesang eine emotionale Tiefe. „Modica erzählt von meiner Liebe und gleichzeitig auch meiner Zerrissenheit zu meiner Heimat Sizilien. Es ist wie das Durchblättern eines Fotoalbums meiner Jugend: Erinnerungen an die langen Tage am Meer, die Mittagshitze auf der Piazza und Rollerfahren ohne Helm.“

„Wir haben zu Hause viel italienische Musik gehört“, erinnert sie sich mit einem Hauch von Wehmut, „und der erste Song, den ich je gesungen habe, war von Laura Pausini, einem italienischen Popstar. Sie war mein absolutes Idol!“ Je größer Vastas Liebe zum Pop wurde, umso besessener gab sie sich ihr hin, unter anderem, indem sie einen Großteil ihrer Zeit mit dem Wörterbuch verbrachte und englische Songs ins Deutsche übersetzte.

Dabei erweiterte sie ihr Vokabular mit ihrem Horizont: auf Michael Jackson folgten TLC, die wiederum führten sie zu Lauryn Hill. Außerdem begeisterten sie schon in jungen Jahren die Songs von Velvet Underground und Joni Mitchell.

Musiktipp Luca Vasta: Italo-Sound aus Berlin
Foto. Philipp Steinke

„Musik war immer mein Zufluchtsort“, sagt sie nachdenklich, „habe Gedichte geschrieben, gesungen, Musik gehört und aufgenommen. Ich kann mich nicht einmal mehr erinnern, wann ich meinen ersten Song geschrieben habe“, versucht sie sich, an dessen Ursprung zu erinnern. „Vermutlich habe ich es einfach immer schon getan.“

In Zusammenarbeit mit dem deutschen Produzenten Philipp Steinke (u.a. Boy, Bosse, Andreas Bourani, Mark Forster)entstanden bis dato zehn Songs für das zweite Album, dessen Veröffentlichung für Anfang 2018 geplant ist. Die erste Single „Modica“ ist nun erschienen.

Musiktipp Luca Vasta: Es gibt ihn noch, den Italo-Sound!