Donnerstag, 06. Juli 2017, 9:54 Uhr

Thomas Gottschalk bringt "Wetten, dass...?" zurück

Drei Jahre ohne „Wetten, dass..?“ – eine lange Zeit. Jetzt aber weckt Thomas Gottschalk mal wieder Erinnerungen an den Showklassiker.

 Thomas Gottschalk bringt "Wetten, dass...?" zurück
Glorreiche TV-Vergangenheit: Thomas Gottschalk und „Wetten, dass..?“. Foto: Jan Woitas

Am 2. September kehrt der 67-jährige Entertainer mit seinem Showklassiker „Wetten, dass..?“ wieder ins Fernsehen zurück – wenn auch nur für ein paar Minuten als Bestandteil der vierteiligen Abendshow „Wir lieben Fernsehen“. „Das ZDF erinnert im Spätsommer in vier großen Primetime-Shows an 50 Jahre Farbfernsehen“, teilte ZDF-Sprecher Alexander Stock am Mittwochabend in Mainz mit. Dazu zähleeben auch „Wetten, das..?“. Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet.

Der 67-jährige Gottschalk wird laut ZDF eine Wette mit den Moderatoren des Show-Vierteilers, Johannes B. Kerner und Steven Gätjen, für die Sendung einspielen. Die Aufzeichnung war am Mittwochabend in Köln angesetzt. Gottschalk hatte „Wetten, dass..?“ von 1987 mit einer kurzen Unterbrechung bis 2011 moderiert. Danach übernahm Markus Lanz. Die Show wurde 2014 eingestellt.

Übrigens äußerte such Thomas Gottschalk am Mittwochabend auch politisch. Mit deutlichen Worten hatte sich der TV-Star bei stern TV zu den in der Türkei inhaftierten Journalisten geäußert. Das sei nicht nur menschlich extrem traurig, sagte Thomas Gottschalk im Gespräch mit Steffen Hallaschka. „Es geht auch um den Kampf für das freie Wort.“ Er selbst sei nie jemand gewesen, der demonstriert hat. „Aber ich glaube, die Zeiten sind vorbei, in denen man sich feige zur Seite dreht und sagt: Damit habe ich nichts zu tun“, sagte Gottschalk im stern TV-Studiogespräch.

Deshalb habe er sich auch entschlossen, an einer Lesung für den ebenfalls inhaftierten Welt-Korrespondenten Deniz Yücel und andere in der Türkei inhaftierte Journalisten teilzunehmen: „Ich lese dort einen Text, der widersprüchlich und provokativ ist.“ Man müsse nicht alles, was Deniz Yücel schreibt, gut finden. Aber: „Wir müssen aushalten, dass Menschen ihre Meinung sagen.“ Auch zu einem Auftrittsverbot für Erdogan und seine Anhänger äußerte Gottschalk live bei stern TV eine klare Meinung: „Ich hätte an Stelle von Frau Merkel gesagt: Erdogan stell dich bei uns hin und sag, was du willst. Im Gegenzug stelle ich mich in Istanbul hin und sage, was ich will.“ (dpa/KT)